von Stephan Bauer, Euro am Sonntag
Vieles spricht für Bankaktien: Die Eurokrise, lange Zeit das Damoklesschwert über dem gesamten europäischen Kreditsektor, hat deutlich an Schrecken verloren. Die Kreditinstitute trauen einander wieder, der Geldfluss ist ins Laufen gekommen. Und die Credit Spreads, die Risikoaufschläge für Bankanleihen, sinken — sprich, die Banken kommen wieder günstiger an Geld.
Zudem erleichtern inzwischen aufgeweichte Kriterien des Bankenreformpakets Basel III den Instituten das Leben. Ihre Eigenkapitalrenditen dürften künftig dank gelockerter Anlagebestimmungen höher ausfallen, als bislang erwartet. Das Umfeld stimmt also. Leider hat die Commerzbank vergleichsweise schlechte Karten. Das Privatkundengeschäft läuft schleppend und
wenig rentabel, die enge Verknüpfung mit der konjunkturellen Entwicklung durch das Geschäft mit mittelständischen Kunden belastet ebenfalls.
Für die Aktie spricht zwar das niedrige Verhältnis von Kurs zu Buchwert. Interessierte Anleger finden indes in den Papieren etwa der Deutschen Bank oder der Aareal Bank bessere Alternativen.
Wunschanalyse Jede Woche können Anleger
auf der Startseite von Finanzen.net abstimmen,
welche Aktie an dieser Stelle besprochen werden
soll. Die Abstimmung läuft bis Dienstagnacht.
Bildquellen: Commerzbank AG