von Sven Parplies, Euro am Sonntag
Die Aktie des Energieversorgers ist eine der großen Enttäuschungen im DAX. Während der vergangenen zwölf Monate hat sich die Aktie um 30 Prozentpunkte schlechter entwickelt als der Index. Die Ende Januar ausgegebene Gewinnprognose für 2013 lag deutlich unter der ursprünglichen Zielmarke. Der Konzern leidet unter dem deutschen Atomausstieg, der Konjunkturschwäche in Europa, aber auch unter hausgemachten Problemen.
Wichtigstes Argument für die Aktie von Eon war stets die hohe Dividende. Die hat deutlich an Strahlkraft verloren:
Eon will künftig 50 bis 60 Prozent des nachhaltigen Nettoergebnisses ausschütten. Das entspricht laut DZ Bank auf Basis der Jahresprognose des Konzerns für 2013 einer Dividende von 60 bis 80 Cent je Aktie. Bei 70 Cent, der aktuellen Konsensschätzung, würde das zum aktuellen Kurs einer Dividendenrendite von etwas mehr als fünf Prozent entsprechen. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt im Rahmen des längerfristigen Durchschnitts. Da das Papier inzwischen unter Buchwert notiert, sollte sich die Aktie langsam fangen. Halteposition.
ISIN: DE000ENAG999
Kursziel: 14,00 Euro
Stopp: 12,00 Euro
Wunschanalyse Jede Woche können Anleger auf der Startseite von finanzen.net abstimmen, welche Aktie an dieser Stelle besprochen werden soll. Die Abstimmung läuft bis Dienstagnacht.
Bildquellen: E.ON AG