von Sven Parplies, €uro am Sonntag
Viele schlechte Nachrichten mussten die Aktionäre des Pharma- und Konsumgüterkonzerns Johnson & Johnson schlucken: Wichtige Medikamente haben ihren Patentschutz verloren; Qualitätsprobleme unter anderem bei künstlichen Hüftgelenken verursachten zusätzliche Kosten. Dazu kam ein Gerichtsurteil in den USA, das Johnson & Johnson zu mehr als eine Milliarde Dollar Strafe verdonnerte, weil der Konzern ein Medikament auf betrügerische Weise vermarktet habe. Die Nebenwirkungen haben den Aktienkurs lang belastet, Analysten sehen den Patienten aber auf dem Weg der Besserung. Ein neuer Vorstandschef, Alex Gorsky, sollte dem Konzern neue Dynamik verleihen, auch wenn eine Aufspaltung des Konglomerats nicht auf der Tagesordnung steht. Eine gut gefüllte Produktpipeline dürfte in den kommenden Monaten für positive Nachrichten sorgen. Zusätzlich liegt die Bewertung der Aktie im historischen Vergleich auf einem moderaten Niveau. Die Dividendenrendite von deutlich mehr als drei Prozent ist ebenfalls attraktiv. Die Aktie eignet sich als defensive Beimischung.
Wunschanalyse Jede Woche können Anleger auf der Startseite von finanzen.net abstimmen, welche Aktie an dieser Stelle besprochen werden soll. Die Abstimmung läuft bis Dienstagnacht.