von Sven Parplies, Euro am Sonntag
Die Vorweihnachtszeit ist Schwerstarbeit für Briefträger und Paketzusteller. Aus Sicht der Logistiker sind die vielen Weihnachtsgrüße und Päckchen aber wichtige Einnahmequellen. Für die Österreichische Post ist das Schlussquartal regelmäßig das umsatzstärkste. In den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres ist der operative Gewinn (Ebit) um 15 Prozent gestiegen, der Umsatz nach dem Verkauf der Benelux-Tochter um ein Prozent. Neben dem Heimatland ist die Österreichische Post auch in Deutschland und (Süd-)Osteuropa aktiv. Die Wachstumsraten des Konzerns dürften auch in Zukunft unspektakulär bleiben. Gemessen an der Deutschen Post, die stark auf Asien setzt, sind die Österreicher ein deutlich defensiveres Investment. Wichtigstes Argument für die Aktie ist die Dividende, die für das laufende Jahr von 1,70 auf 1,80 Euro steigen dürfte. Daraus errechnet sich eine Dividendenrendite von deutlich mehr als fünf Prozent. Charttechnisch befindet sich das Papier in einem klaren Aufwärtstrend. Angesichts der Bewertungskennziffern aber stufen wir die Aktie als Halteposition ein.
Wunschanalyse Jede Woche können Anleger auf der Startseite von finanzen.net abstimmen, welche Aktie an dieser Stelle besprochen werden
soll. Die Abstimmung läuft bis Dienstagnacht.
Bildquellen: Österreichische Post AG