von W. Ehrensberger, Euro am Sonntag
Der neue RWE-Vorstandschef Peter Terium drückt beim Konzernumbau aufs Tempo. Mit dem Verkauf der britischen Horizon Nuclear Power zieht der Niederländer nicht nur einen Schlussstrich unter das Atom-Engagement in England. Der Versorger will in den kommenden Jahren insgesamt den Verkauf von Beteiligungen in Milliardenhöhe vorantreiben, dabei mindestens 10000 Stellen abbauen und weitere Einsparungen umsetzen. Ziel ist es dabei auch, den hohen Schuldenstand zu reduzieren und Mittel für Wachstumsinvestitionen freizusetzen, vor allem in alternative Energien wie Wind, Sonne und Biogas. Die ersten Erfolge Teriums sind vielversprechend. Geht der Vorstandschef diesen Weg konsequent weiter, könnte dies den Kurs weiter antreiben. Für die RWE-Aktie spricht außerdem die hohe Dividendenrendite von rund sechs Prozent und ein günstiges KGV von 8,6. In jedem Fall sollten Anleger die Umsetzung der neuen Konzernstrategie im Auge behalten - Verzögerungen könnten ein Warnsignal sein. Nächste Gelegenheit dazu bietet auch der Zwischenbericht am 14. November.
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