16.01.2013 09:37
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Zyperns Notenbankchef schließt Schuldenschnitt aus

Euro in Gefahr
Zyperns Notenbankchef hat einen Schuldenschnitt für sein Land ausgeschlossen.
In einem Interview mit der Nachrichtenagentur Associated Press sagte Panicos Demetriades, ein Schuldenschnitt im Rahmen des internationalen Hilfsprogramms für Zypern, das gegenwärtig ausgehandelt wird, könne die europäische Währungsunion in Gefahr bringen. Über einen Forderungsverzicht für die privaten Gläubiger, wie er im benachbarten Griechenland vorgenommen wurde, sollte nach Ansicht des Notenbankgouverneurs nicht einmal diskutiert werden.

   "Ein Forderungsverzicht in welcher Form auch immer würde nicht helfen", sagte Demetriades der Nachrichtenagentur. "Diskussionen hierüber unterminieren die Aussichten für eine Erholung und gefährden die Stabilität der Eurozone, nicht nur die Zyperns".

   Die Banken Zyperns, die im Mittelpunkt der Schuldenkrise des Landes stehen, benötigen nach den Worten von Demetriades weniger als 10 Milliarden Euro zur Rekapitalisierung. Das wäre auch weniger als in einem Entwurf des Hilfspakets veranschlagt, über das Zypern zur Zeit mit der EU und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) verhandelt. AP zufolge prüfen Inspektoren gegenwärtig noch den tatsächlichen Betrag, den die Banken Zyperns benötigen, um ihre Kapitalpuffer wieder aufzufüllen. Dieser Betrag werde das Volumen des Hilfspakets bestimmen.

   In verschiedenen Zeitungen war berichtet worden, der IWF dränge bei den Beratungen über das Hilfspaket auf einen Schuldenschnitt. EU-Währungskommissar Olli Rehn hat einen solchen Schritt dagegen ausgeschlossen.

Dow Jones Newswires, Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 03 06 AM EST 01-16-13

Bildquellen: iStock/goralikus, Aleksandar Mijatovic / Shutterstock.com
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