12.02.2013 17:08
Bewerten
 (0)

Eurogate will Kurzarbeit im JadeWeserPort beantragen

    WILHELMSHAVEN/BREMEN (dpa-AFX) - Im Eurogate-Terminal in Wilhelmshaven soll schon bald Kurzarbeit beginnen. Dazu wolle das Unternehmen ab Freitag mit dem Betriebsrat verhandeln, sagte der Landesfachbereichsleiter der Gewerkschaft Verdi, Dirk Reimers, nach einer Betriebsversammlung am Dienstag. Die Kurzarbeit solle bei der Bundesagentur für Arbeit für die maximal mögliche Dauer von einem Jahr beantragt werden.

 

    Grund für die Entscheidung ist die mangelnde Auslastung des Terminals. Bislang fahren zwei Liniendienste pro Woche den erst im September 2012 eröffneten einzigen deutschen Tiefwasserhafen an. Eurogate hat rund 400 Mitarbeiter im JadeWeserPort. Wie viele von ihnen von Kurzarbeit betroffen sein sollen, war am Dienstag noch nicht klar.

 

    Das Unternehmen hatte vor der Inbetriebnahme des Hafens immer betont, der Umschlag von Containern solle langsam beginnen und nach und nach ausgeweitet werden. "Dass es Anlaufschwierigkeiten gibt, wussten wir, aber das es so dramatisch wird, davon konnte niemand ausgehen", sagte Reimers dem NDR. "Die Kollegen wollen arbeiten. Sie sind hochmotiviert, aber es fehlt an Fracht."

 

    Mit der Entscheidung von Eurogate setzt sich die Reihe schlechter Nachrichten zum JadeWeserPort fort. Während der Bauphase des Milliardenprojekts der Länder Niedersachsen und Bremen waren eine Vielzahl von Rissen in der Spundwand der Kaimauer aufgetreten. Auf einem Teilstück wurde mit Millionenaufwand eine zusätzliche Betonwand eingebaut, die Reparatur weiterer Schäden steht noch aus. Wegen der Arbeiten musste der Eröffnungstermin des Hafens verschoben werden. Wer die Zusatzkosten trägt, ist noch nicht geklärt.

 

    Zuletzt berichteten mehrere Medien darüber, dass der Geschäftsführer der JadeWeserPort-Realisierungsgesellschaft, Axel Kluth, in einem Schreiben an den Aufsichtsratschef seinen Rückzug abgekündigt hatte. Er stehe für eine Vertragsverlängerung nicht zur Verfügung.

 

    Der JadeWeserPort soll die Containerhäfen in Hamburg und Bremerhaven ergänzen und entlasten. Die aktuelle Entwicklung in Hamburg mit einem leichten Rückgang statt des erhofften Wachstums beim Containerumschlag des vergangenen Jahres zeigt aber, dass der Bedarf an zusätzlicher Umschlagkapazität zurzeit geringer als erwartet ist./moe/DP/sf

 

Heute im Fokus

DAX rutscht ab -- Siemens streicht wohl weitere Arbeitsplätze -- Strafzinsen für Mittelstandskunden der Commerzbank -- VW will US-Autofahrer großzügig entschädigen -- Ölpreise drehen ins Minus

Kalipreisverfall - 11 Fragen an K+S-Chef Norbert Steiner. Finanzaufsicht schließt Frankfurter Maple Bank. Credit-Suisse-Chef hat wohl Bonus-Halbierung beantragt. Manager und Piloten von Air Berlin sagen Gehaltsverzicht zu. Bilfinger verkauft Water Technologies an Chengdu Techcent Environment.
Wieviel verdient man in den einzelnen Bundesländern?
Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten
Diese Top 20 haben zur Verbessung der Welt beigetragen

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Die öffentliche Verschwendung
Wen sieht die BrandZ-Studie vorn?
Diese Materialien könnten Sie sich nach Ihrem nächsten Lottogewinn gönnen
Wer waren die Aktienstars des deutschen Leitindex?
Wie entwickelten sich Rohstoffe im 3. Quartal?
mehr Top Rankings

Umfrage

Die Geldgeber Griechenlands sind mit den Reformbemühungen der Regierung in Athen laut einem Medienbericht noch nicht zufrieden. Ist für Sie das Thema Grexit abgehakt?