20.01.2013 06:00
Bewerten
 (0)

Schuldenkrise noch nicht gelöst

Eurokrise: Schuldenkrise noch nicht gelöst | Nachricht | finanzen.net
Goldman Sachs: Chef-Aktienstratege empfiehlt Autotitel und meidet Banken.
Eurokrise
Goldman Sachs: Chef-Aktienstratege empfiehlt Autotitel und meidet Banken.
von Wolfgang Ehrensberger, Euro am Sonntag

Nach Einschätzung der Investmentbank Goldman Sachs ist die Gefahr von Rückschlägen bei der Überwindung der europäischen Finanz- und Wirtschaftskrise längst nicht gebannt. „Wir glauben, dass die europäische Schuldenkrise als Ganzes noch nicht gelöst ist“, sagte der Chef-Aktienstratege der US-Bank, Peter Oppenheimer, im Interview mit €uro am Sonntag.

„Die Politik und die Europäische Zentralbank haben sich inzwischen zwar in die richtige Richtung bewegt, um die großen Systemrisiken einzudämmen, sodass ein Zusammenbruch von Banken oder ein Auseinanderfallen des Euro aus unserer Sicht unwahrscheinlich geworden ist.“ Die ökonomischen Ungleichgewichte in Europa seien jedoch nach wie vor gravierend, was die Entwicklung der Konjunktur und der Kreditmärkte angehe. Der Alte Kontinent müsse gerade deswegen als das Hauptrisiko für eine Erholung der Weltkonjunktur gesehen werden. Die positiven Impulse 2013 kämen hingegen aus Asien.

Vor diesem Hintergrund solle man „europäische Bankaktien untergewichten“, so Oppenheimer am Rand der globalen Strategiekonferenz von Goldman Sachs in Frankfurt. „Sie sind durch Regulierung und Kapitalvorgaben in ihrer Bewegungsfreiheit und Ertragskraft eingeschränkt. Und die meist sehr starke Konzentration auf den Heimatmarkt sorgt für zusätzliche Ri­siken.“ Dagegen rate er zu Investments in US-Banken, weil diese trotz teils schon starker Kurszuwächse noch immer günstig bewertet seien und weniger Risiken aufwiesen.

Bei europäischen Aktien empfiehlt Oppenheimer beispielsweise Versicherer wegen ihrer im Vergleich zu Banken günstigeren Risikostruktur, „aber auch Autowerte, insbesondere deutsche Hersteller wegen ihrer globalen Ausrichtung“. Konkrete Aussagen zu einzelnen ­Unternehmen wollte der Aktienstratege aber nicht machen.

„Insgesamt sehen wir den deutschen Aktienmarkt mit seinem Leitindex DAX auch 2013 weiter im Aufwärtstrend.“ Auch hier wollte sich Oppenheimer nicht auf eine Jahresendprognose für den Index festlegen lassen. Das komplette Interview erscheint in der nächsten Ausgabe dieser Zeitung.

Bildquellen: antos777 / Shutterstock.com
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Familienunternehmen: Rendite und Sicherheit!

Zwischen Eigentümern und Managern eines Unternehmens besteht häufig ein Interessenskonflikt hinsichtlich kurz- und langfristiger Ziele. Familien- und eigentümergeführte Unternehmen haben solche Konflikte meist nicht. Für Aktionäre sind solche Unternehmen daher meist eine lohnenswerte Investitionsmöglichkeit. Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, welche drei Familienunternehmen einen näheren Blick wert sind.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX geht fester ins Wochenende -- Dow Jones mit Verlusten -- Merck-Mittel Avelumab erhält FDA Zulassung zur Behandlung von MCC -- Aumann, Deutsche Börse im Fokus

Frankreich: Arbeitslosigkeit geht nur leicht zurück. Absage eines Partners sorgt bei Biotest-Anleger für Verdruss. Reederei Hapag-Lloyd macht Verlust. Theranos verschenkt Aktien an Investoren - wenn die versprechen, nicht zu klagen. Fondsmanager weiterhin optimistisch für Aktien. Das läuft bei der Deutschen Bank falsch. LEONI-Aktie schließt Gap aus 2015. Russische Notenbank senkt Leitzins. Bundestag beschließt Pkw-Maut.

Umfrage

Welche Risikopräferenz haben Sie beim Kauf eines Wertpapiers? Welcher der drei folgenden Risikoklassen würden Sie sich persönlich zuordnen?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Volkswagen AG Vz. (VW AG)766403
Infineon Technologies AG623100
CommerzbankCBK100
Allianz840400
E.ON SEENAG99
BASFBASF11
SAP SE716460
Nordex AGA0D655
Apple Inc.865985
Deutsche Telekom AG555750
BayerBAY001
BMW AG519000
Volkswagen St. (VW)766400