FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Netzwerk- und Glasfaserkabelhersteller Euromicron hat im dritten Quartal eine unerwartet schwache Nachfrage infolge des sich abkühlenden Investitionsklimas verzeichnet. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern sank im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 60 Prozent auf 2,4 Millionen Euro wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Unterm Strich brach der Gewinn um über 70 Prozent auf 807.000 Euro ein. Der Umsatz ging um ein Fünftel auf 73,7 Millionen Euro zurück, im Vorquartal legte er dagegen noch leicht zu. Die
Aktie brach am Morgen um fast 7 Prozent ein.
Seit neun Monaten setzen die Frankfurter ein Integrations- und Sparprogramm um, nachdem sie die Unternehmen Telen und RSR Datacom übernommen hatten. Die nächsten Übernahmen sind bereits geplant. Auf der Wunschliste stehen vor allem kleinere Spezialunternehmen.
Den Ausblick für das laufende Jahr bekräftigte das TecDax-Unternehmen (TecDAX) wegen der positiven Entwicklung bei den Auftragseingängen im Oktober dennoch. Der Auftragseingang legte im dritten Quartal zwar um über ein Viertel auf rund 77 Millionen Euro zu, blieb in den ersten neun Monaten allerdings hinter den Erwartungen zurück. Per 30. September lag er bei 126 Millionen Euro (Vorjahr: 174 Millionen Euro). Der überwiegende Teil davon soll noch im laufenden Jahr zur Abarbeitung kommen.
Vor diesem Hintergrund zeigt sich Euromicron für das Jahresende optimistisch und hat die Umsatzziele von 330 Millionen bis 345 Millionen Euro (Vorjahr: 305 Millionen Euro) bestätigt. Das operative Ergebnis wird unter Berücksichtigung der Integrationskosten in etwa auf Vorjahresniveau erwartet./jke/stk/zb