Paris (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Aktienmärkte gingen am Mittwoch mit deutlichen Abschlägen aus dem Handel. Die Börsen in Europa folgten damit den äußerst schwachen Vorgaben der Wall Street. Belastet von Sorgen um eine Ausweitung der Immobilienkrise waren die US-Indizes am Vorabend mächtig unter Druck geraten und bewegen sich auch heute kaum vom Fleck.
Der Dow Jones Euro Stoxx 50 verlor bis zum Handelsende 0,86 Prozent auf 4.258,32 Punkte. Der Dow Jones STOXX 50 gab wiederum 0,99 Prozent auf 3.578,68 Zähler nach. Der marktbreitere EURONEXT 100 verzeichnete ein Minus von 1,19 Prozent auf 960,25 Punkte.
Die Aktie von Marks & Spencer bracht an der Londoner Börse um mehr als 18 Prozent ein. Der Einzelhändler verbuchte im dritten Quartal auf Konzernebene einen Anstieg der Umsatzerlöse um 2,8 Prozent. Die Erlöse auf vergleichbarer Verkaufsfläche auf dem Heimatmarkt waren jedoch rückläufig, außerdem erwartet der Konzern für das Gesamtjahr ein insgesamt weiterhin schwieriges Marktumfeld.
EADS-Aktien tendierten rund 2 Prozent schwächer, obwohl die Flugzeugsparte Airbus von der irische Leasinggesellschaft AWAS einen Großauftrag erhalten hat. So wurden insgesamt 75 Maschinen vom Typ A320 bei Airbus geordert.
Der französische Hotelkonzern Accor hat 62 Prozent der Anteile des Online Employee-Benefit Providers Motivano U.K übernommen. Europas größter Hotelkonzern hat die Anteile von der Venture Capital-Gesellschaft GeoCapital Partners erworben. Die Accor-Aktie verlor heute 5,8 Prozent.
Der französische IT-Dienstleisters Atos Origin hat mit der Thomas Cook AG, dem zweitgrößten Anbieter von touristischen Leistungen in Deutschland, einen Vertrag in zweistelliger Millionenhöhe geschlossen. Ab 2008 wird Atos Origin für fünf Jahre die Mainframe-Services des Reisekonzerns verantworten. Die Aktie von Atos Origin verlor dennoch heute rund 4 Prozent.
Die französische Sodexho Alliance, das weltweit zweitgrößte Catering-Unternehmen, konnte ihren Umsatz im ersten Quartal um 6 Prozent steigern. Währungs- und akquisitionsbereinigt nahm der Umsatz um 11 Prozent zu, womit die Analystenschätzung von 10 Prozent übertroffen wurde. Die Aktie verlor mehr als 3 Prozent.
Der norwegische Öl-Konzern StatoilHydro kündigte heute im Rahmen ihres "Capital Market Day" eine Erhöhung der Ölproduktion in den kommenden Jahren an. Dabei soll eine sukzessive Erhöhung der Produktion der Öl- und Erdgasaktivitäten von StatoilHydro in Norwegen als auch bei den internationalen Produktionsniederlassungen stattfinden. Gleichzeitig will StatoilHydro den begonnenen Ausbau der internationalen Explorationsaktivitäten weiterführen. Die Aktie verlor heute dennoch 2,6 Prozent.
Der finnische Maschinenbaukonzern Metso hat sich von einigen Geschäftsaktivitäten getrennt. So wurde mit der deutschen Dieffenbacher GmbH + Co. KG eine Vereinbarung über den Verkauf der im schwedischen Nastola ansässigen Aktivitäten im Bereich Holzfaserplatten sowie einer weiteren Niederlassung im schwedischen Sundsvall geschlossen. Die Metso-Aktie schloss heute ein Prozent leichter. (09.01.2008/ac/n/m)