Paris (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Aktienmärkte gingen am Freitag mit deutlichen Zugewinnen aus dem Handel. Nach der gestrigen Zinssenkung durch die EZB und den anschließenden Abschlägen erholten sich die Börsen zum Wochenschluss wieder. Im Blickpunkt standen dabei die Finanzwerte.
Der Dow Jones Euro Stoxx 50 gewann bis zum Handelsende 1,24 Prozent auf 2.281,45 Punkte. Der Dow Jones STOXX 50 legte 0,98 Prozent auf 2.006,72 Zähler zu. Der marktbreitere EURONEXT 100 verzeichnete wiederum ein Plus von 0,71 Prozent auf 520,64 Punkte.
Die beiden US-Großbanken Citigroup und Bank of America haben im abgelaufenen Quartal Verluste in Milliardenhöhe angehäuft. Zudem wurde bekannt, dass die Bank of America von der US-Regierung in Zusammenhang mit der zuletzt abgeschlossenen Übernahme von Merrill Lynch weitere 20 Mrd. Dollar erhält. Ferner gibt der Staat Garantien für faule Anlagen in Höhe von 118 Mrd. Dollar. Vor dem Hintergrund des Rettungspakets für die Bank of America legten in Zürich Papiere der Credit Suisse mehr als 2 Prozent zu. Dagegen verloren Anteilsscheine der UBS mehr als ein Prozent. Die UBS hatte bekanntgegeben, dass sie mit Barclays ein Abkommen hinsichtlich des Verkaufs von Teilen des Rohstoffgeschäfts geschlossen haben. Barclays brachen in London um fast 25 Prozent ein. Die Aktie der Anglo Irish Bank, die voraussichtlich komplett verstaatlicht wird, brach indes um rund 6 Prozent ein.
An der Spitze des britischen Leitindex fanden sich Xstrata mit einem Plus von rund 6 Prozent. Der Minen- und Rohstoffkonzern gab heute bekannt, die Produktion von Ferrochrom weiter zurückgefahren zu haben. Dazu hat das Gemeinschaftsunternehmen Xstrata-Merafe Chrome Venture weitere sechs Schmelzöfen zur Herstellung der Metalllegierung vorübergehend stillgelegt.
Die Aktie des Telekommunikationsausrüsters Ericsson gewann in Stockholm mehr als 3 Prozent. Dabei musste das mit Sony betriebene Joint Venture Sony Ericsson im vierten Quartal angesichts deutlich rückläufiger Verkaufszahlen einen Verlust ausweisen.
Papiere des niederländischen Einzelhandelskonzerns Ahold, der im vierten Quartal ein kräftiges Umsatzplus verzeichnet hat, springen in Amsterdam um gut 6,5 Prozent.
Carrefour rückten in Paris nach der Vorlage von Umsatzzahlen um rund ein Prozent vor. Zudem bekräftigte der Konzern das Ziel in 2008 einen operativen Free Cash-Flow von 1,5 Mrd. Euro zu erzielen.
Delhaize gewannen in Brüssel fast 9 Prozent. Der belgische Einzelhandelskonzern hat ebenfalls über seine Umsatzentwicklung im vierten Quartal berichtet. (16.01.2009/ac/n/m)