Paris (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Aktienmärkte gingen am Donnerstag mit leichten Abschlägen aus dem Handel. Im Fokus standen abermals die vielen heute veröffentlichten Quartalszahlen, allen voran Unilever und Swiss Re.
Der Dow Jones Euro Stoxx 50 verlor bis zum Handelsende 0,20 Prozent auf 2.293,23 Punkte. Der Dow Jones STOXX 50 gab 0,27 Prozent auf 2.012,71 Zähler nach. Der marktbreitere EURONEXT 100 verzeichnete wiederum ein Minus von 0,24 Prozent auf 529,69 Punkte.
Der britische Energie- und Erdgasversorger BG Group meldete heute, dass er seinen Gewinn im vierten Quartal bei spürbar verbesserten Erlösen deutlich steigern konnte. Das vorgelegte Zahlenwerk kommt offenbar gut an. Der Titel gewann in London über 10 Prozent.
Bei easyJet war ein leichtes Plus auszumachen. Wie die Billigfluglinie heute erklärte, konnte sie die Zahl der beförderten Passagiere im Januar steigern. Daneben wurde der Sitzladefaktor deutlich verbessert,
In Amsterdam brachen Unilever um gut 6 Prozent ein. Der Konsumgüterkonzern konnte seinen Gewinn im vierten Quartal zwar deutlich steigern. Aufgrund der derzeitigen wirtschaftlichen Unsicherheiten gab der Konzern für 2009 keinen Ausblick. Auch die Ziele für 2010 wurden vor diesem Hintergrund nicht bestätigt.
Noch härter trifft es die Aktie des weltweit zweitgrößten Rückversicherers Swiss Re. Der Schweizer Konzern geht nach vorläufigen Berechnungen inzwischen von einem Jahresfehlbetrag von rund 1,0 Mrd. Schweizer Franken (CHF) aus. Um die Kapitalbasis zu stärken, will nun der US-Investor Warren Buffet 3 Mrd. CHF zuschießen. Zudem ist eine Kapitalerhöhung um bis zu 2 Mrd. CHF geplant. In der Folge brach der Titel um 28 Prozent ein.
Für Zurich Financial ging es gleichzeitig um 3,6 Prozent nach unten. Der Versicherungskonzern gab zuvor bekannt, dass er im Geschäftsjahr 2008 einen deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen musste.
Die britische TUI Travel, Europas größtes Touristikunternehmen, geht trotz der schwierigen Wirtschaftslage davon aus, die eigenen Ziele im laufenden Jahr zu erreichen. Wie das mehrheitlich zu TUI gehörende Unternehmen mitteilte, habe man das Angebot reduziert und die Preise erhöht. Bisher verlaufe das Geschäft entsprechend den Erwartungen und werde sich voraussichtlich auch weiterhin gut entwickeln. Die TUI Travel-Aktie gewann rund 8 Prozent.
Der finnische Papierhersteller Stora Enso musste im vierten Quartal 2008 aufgrund einer schwachen Nachfrage und Produktionskürzungen einen deutlich größeren Verlust ausweisen. Daneben verringerten sich die Umsatzerlöse um über 12 Prozent. Die Aktie verlor 6 Prozent. (05.02.2009/ac/n/m)