Paris (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen gingen am Dienstag mit kräftigen Zugewinnen aus dem Handel. Besonders die positiven US-Vorgaben halfen den Märkten diesseits des Atlantiks weiter zuzulegen. Auslöser für die gute Laune waren positiv aufgenommene US-Konjunkturdaten, die die bestehenden Zinsanhebungsängste eindämmten. Wie das US-Arbeitsministerium gekannt gab, stiegen die Erzeugerpreise im Juli im Vormonatsvergleich lediglich um 0,1 Prozent, während in der Kernrate sogar ein Minus von 0,3 Prozent ausgewiesen wurde. Volkswirte hatten im Vorfeld Zuwachsraten von 0,4 bzw. 0,2 Prozent prognostiziert. So Nettogewinn erhöhte sich demnach von 2,15 Mrd. Schweizer Franken (CHF) im Vorjahr um 47 Prozent auf nun 3,15 Mrd. CHF. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 2,73 Mrd. CHF ausgegangen.
Im Fokus stand heute der Bankensektor. Dabei konnte der europäische Branchenführer UBS für gute Laune sorgen. Das Schweizer Kreditinstitut verbuchte im vergangenen Quartal eine deutliche Gewinnsteigerung und verdiente mehr als von Analysten erwartet. So erhöhte sich der Nettogewinn demnach von 2,15 Mrd. Schweizer Franken (CHF) im Vorjahr um 47 Prozent auf nun 3,15 Mrd. CHF. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 2,73 Mrd. CHF ausgegangen. Die UBS-Aktie schloss mit einem Plus von 3,4 Prozent.
Kursgewinne von 4 Prozent konnte daneben der niederländische Chemie- und Pharmakonzern Akzo Nobel verbuchen. Dieser erklärte heute, dass er sich in zwei getrennte Geschäftsfbereiche aufspalten will. So soll eine außerordentliche Hauptversammlung am 7. September 2006 über die geplante strategische Neuausrichtung entscheiden. Dabei ist die Abspaltung der Pharmasparte Organon BioSciences (OBS) geplant. Hier sollen 20 bis 30 Prozent der Anteile von OBS Anfang kommenden Jahres an die Börse gebracht werden.
Im Textilbereich sorgte heute Hennes & Mauritz für gute Laune. Der schwedische Bekleidungshändler und die Nummer Zwei in Europa konnte seine vergleichbaren Umsätze im Juli um 2 Prozent steigern. Analysten waren im Vorfeld von einem Wachstum der so genannten Same-Store Sales von 2,4 Prozent ausgegangen. Die Aktie legte bis Handelsende rund 3,6 Prozent zu.
Dow Jones Euro Stoxx 50: 3.766,38 (+1,27 Prozent)
Dow Jones STOXX 50: 3.493,68 (+0,96 Prozent)
EURONEXT 100: 878,60 (+1,21 Prozent)
Unternehmensmeldungen:
Die britische Telefongesellschaft Cable and Wireless plc (Cable & Wireless) plant Presseangaben zufolge internationale Akquisitionen, um den Konzernsumsatz zu steigern. Wie die "Financial Times" heute unter Berufung auf CEO Harris Jones berichtet, ist das Unternehmen an der Übernahme der staatlichen Telekomgesellschaft von Jersey interessiert. Zudem werde man voraussichtlich eine modifizierte Offerte für die KeyTech Ltd. mit Sitz auf den Bermudas unterbreiten, nachdem ein erstes Übernahmeangebot in Höhe von 113 Mio. Britischen Pfund (GBP) im Juli zurückgewiesen wurde.
Die britische BP plc (ISIN GB0007980591/ WKN 850517), der größte Ölkonzern in Europa, hat einen Akquisition in den USA beschlossen. Wie das Unternehmen heute mitteilte, übernimmt es die Greenlight Energy Inc. für einen Kaufpreis von 98 Mio. Dollar (exklusive Working Capital und Steuerbereinigungen). Bei Greenlight Energy handelt es sich um einen Entwickler von Windparkprojekten in den USA.
Der schweizerische Minenkonzern Xstrata plc (ISIN GB0031411001/ WKN 552834) gab heute bekannt, dass er die Mehrheit an dem kanadischen Rohstoffkonzern Falconbridge Ltd. (ISIN CA3059151009/ WKN 890895) übernommen hat. Der Xstrata-Konzern, der sich vor einem Jahr erstmals mit 20 Prozent an Falconbridge beteiligt hat, hält nun nach eigenen Angaben einen Anteil von 92,1 Prozent an Falconbridge. Die Offerte zur Übernahme sämtlicher Anteilsscheine, die einen Kaufpreis von 62,50 Kanadischen Dollar (CAD) vorsieht, wurde indes bis zum 25. August verlängert.
Der niederländische Verlagskonzern Wolters Kluwer N.V. (ISIN NL0000395887/ WKN 864601) hat seine Marktposition im Bereich Support für Finanzwesen verstärkt. Wie der Konzern heute erklärte, wurde am Dienstag eine Vereinbarung zur Übernahme der GulfPak Corp. durch die Tochtergesellschaft Wolters Kluwer Corporate & Financial Services geschlossen. Bei der Gesellschaft handelt es sich um einen Anbieter von Lösungen für automatisierte Konten-Abrechnungssysteme mit mehr als 700 Kunden und rund 37 Mitarbeitern. Finanzielle Einzelheiten der Transaktion wurden nicht bekannt gegeben. (15.08.2006/ac/n/m)