Paris (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Aktienmärkte gingen am Montag mit kräftigen Kursgewinnen aus dem Handel. Im Fokus stand erneut die Finanzbranche und die Rettungspakete der europäischen Staaten, die nach und nach Zuspruch finden.
Der Dow Jones Euro Stoxx 50 gewann bis zum Handelsende 3,22 Prozent auf 2.613,68 Punkte. Der Dow Jones STOXX 50 legte wiederum 4,52 Prozent auf 2.368,55 Zähler zu. Der marktbreitere EURONEXT 100 verzeichnete wiederum ein Plus von 4,37 Prozent auf 585,81 Punkte.
Die Aktie von Ericsson gewann in Stockholm gut 16 Prozent. Der Telekommunikationsausrüster hat im abgelaufenen Quartal auf operativer Ebene etwas mehr verdient. Die Erlöse konnten sogar recht deutlich gesteigert werden. Insgesamt übertraf das Zahlenwerk die Erwartungen der Analysten.
In Amsterdam preschten Titel von ING Groep um über 29 Prozent vor. Der Allfinanzkonzern, der noch am Freitag Marktgerüchte über eine möglicherweise bevorstehende Kapitalerhöhung zurückgewiesen hat, gab gestern bekannt, dass er eine staatliche Kapitalspritze in Höhe von 10 Mrd. Euro in Anspruch nimmt. Heute erklärte der Allfinanzkonzern, dass er sein taiwanisches Lebensversicherungsgeschäft an Fubon Financial verkaufen wird.
An der Pariser Börse brachen Anteilsscheine von Veolia um rund 21 Prozent ein. Zuvor hat der Umweltservice-Konzern seine Prognose für das laufende Fiskaljahr angesichts der unvorteilhaften konjunkturellen Rahmenbedingungen nach unten revidiert.
Air France-KLM verloren fast 3 Prozent. Einem Bericht der "Financial Times Deutschland" zufolge hat die Airline zuletzt ihre Bemühungen um eine Übernahme der angeschlagenen österreichischen Fluggesellschaft Austrian Airlines verstärkt. Aktien von Austrian Airlines gewannen in der Folge fast 21 Prozent.
Papiere des Pharmakonzerns Novartis, der seinen Gewinn im dritten Quartal um 32 Prozent gesteigert hat, verloren in Zürich leicht. Die Zahlen lagen im Rahmen der Erwartungen, allerdings schloss die Aktie bereits am Freitag im Vorfeld der Ergebnisse deutlich fester.
Das schweizerische Logistikunternehmen Kühne + Nagel hat seinen Gewinn in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres um rund 10 Prozent gesteigert. Zudem wurde die Übernahme der Alloin-Gruppe gemeldet. Die Aktie schloss etwas schwächer.
Der österreichische Öl- und Erdgaskonzern OMV hat heute die Produktionsdaten für das dritte Quartal vorgelegt. Demnach lag die Gesamtproduktion im Berichtsquartal bei 316.000 Barrel Öläquivalent (boe) pro Tag, nachdem im Vorjahresquartal ein Wert von 317.000 boe ausgewiesen worden war. Die OMV-Aktie gewann leicht hinzu. (20.10.2008/ac/n/m)