Paris (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Aktienmärkte gingen am Donnerstag nach einem zurückhaltenden Handel kaum verändert aus dem Handel. Die Unsicherheit in Bezug auf die Wirtschaftsentwicklung sorgt für Zurückhaltung.
Der Dow Jones Euro Stoxx 50 gewann bis zum Handelsende 0,33 Prozent auf 2.452,42 Punkte. Der Dow Jones STOXX 50 gab 0,23 Prozent auf 2.058,84 Zähler nach. Der marktbreitere EURONEXT 100 verzeichnete wiederum ein Plus von 0,19 Prozent auf 546,75 Punkte.
An der Pariser Börse sackten Anteilsscheine von Carrefour um über 7 Prozent ab, nachdem der Einzelhandelskonzern am Vorabend seine Umsatz- und Gewinnprognose für das laufende Jahr nach unten revidiert hat.
Verluste von 3,6 Prozent waren bei BNP Paribas auszumachen. Die Großbank meldete zuvor, dass sie mit der Übernahme der belgischen Fortis nicht wie ursprünglich geplant fortfahren kann. Als Begründung für den Schritt nannte der Konzern eine Entscheidung des Brüsseler Berufungsgerichts vom vergangenen Freitag. Fortis gewannen in Brüssel mehr als 19 Prozent.
Der britisch/australische Minenkonzern BHP Billiton sieht sich dank der geringen Konzernverschuldung sowie der insgesamt weiterhin positiven operativen Aussichten besser positioniert als die Konkurrenz. In einem Brief an die Aktionäre erklärte der Chairman Don Argus, dass BHP Billiton nach der Absage der milliardenschweren Offerte für seinen Konkurrenten Rio Tinto künftig eigenständig bleiben werde. Während die Aktien von BHP Billiton 3 Prozent nachgaben, verloren Rio Tinto 1,9 Prozent.
In London legten British Airways 0,3 Prozent zu. Wie heute bekannt wurde, sind die Fusionsverhandlungen zwischen den Briten und der australischen Qantas Airways ohne Ergebnis geblieben.
Abschläge von 1,7 Prozent waren bei Standard Chartered auszumachen. Die von der Großbank angekündigte milliardenschwere Kapitalerhöhung ist bei den Aktionären Konzernangaben zufolge auf breite Zustimmung gestoßen.
In Amsterdam gewannen ASML 1,5 Prozent. Der Chip-Ausrüster hat heute seine Umsatzprognose für das laufende Quartal nach unten korrigiert. Zudem wird der Konzern Stellen abbauen. (18.12.2008/ac/n/m)