Paris (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Aktienmärkte gingen am Donnerstag nach einem zurückhaltenden Handel kaum verändert in den Feierabend. Im Fokus stand wieder einmal eine Flut von Quartalszahlen.
Der Dow Jones Euro Stoxx 50 gewann bis zum Handelsende 0,01 Prozent auf 3.367,82 Punkte. Der Dow Jones STOXX 50 gab wiederum 0,04 Prozent auf 2.881,35 Zähler nach. Der marktbreitere EURONEXT 100 verzeichnete wiederum ein Minus von 0,41 Prozent auf 759,28 Punkte.
Die Aktie von Royal Dutch Shell lag in Amsterdam 2 Prozent im Minus. Der größte Ölkonzern in Europa teilte zuvor mit, dass sein Gewinn im zweiten Quartal um 33 Prozent zugelegt hat.
AstraZeneca gewannen dagegen nach Zahlen 3,3 Prozent. Der britische Pharmakonzern verbuchte im zweiten Quartal bei gestiegenen Umsatzerlösen ein Ergebnisplus und hob im Anschluss die Prognose für das Gesamtjahr an.
Für HBOS ging es sogar um gut 7 Prozent nach oben. Die Bankgesellschaft musste in der ersten Jahreshälfte einen deutlichen Ergebnisrückgang ausweisen. Dennoch wurde die Analystenprognose übertroffen.
Anders das Bild bei der Aktie der BT Group. Die Telefongesellschaft musste im ersten Quartal aufgrund von Einmalbelastungen einen Gewinnrückgang ausweisen. In der Folge verlor der Titel 12 Prozent.
British American Tobacco verloren nach Ergebnisvorlage 2 Prozent. Der weltweit zweitgrößte Tabakkonzern hatte erklärt, dass ihr Gewinn im zweiten Quartal um 11 Prozent gestiegen ist, was mit höheren Umsätzen bei Premium-Marken in Emerging Markets zusammenhängt.
France Télécom zogen in Paris nach positiv aufgenommenen Zahlen um gut 3 Prozent an. Europas drittgrößte Telefongesellschaft hatte bekannt gegeben, dass ihr Gewinn im ersten Halbjahr trotz eines Wachstums im Festnetz- und Mobilfunkgeschäft um 19 Prozent gesunken ist, was mit einer höheren Steuerlast zusammenhängt.
Dagegen verloren Sanofi-Aventis 4,7 Prozent. Der französische Pharmakonzern hat im zweiten Quartal die Erwartungen verfehlt.
Cap Gemini gaben fast 2 Prozent ab. Die heute präsentierten Ergebnisse des französischen IT-Dienstleisters lagen nur im Rahmen der Erwartungen.
Telefonica tendierten in Madrid etwas fester. Der Konzern musste im ersten Halbjahr aufgrund positiver Einmaleffekte im Vorjahreszeitraum einen Gewinnrückgang hinnehmen. (31.07.2008/ac/n/m)