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06.01.2009 19:13

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Europäische Börsen schließen fester - Aufwärtstrend hält an


   FRANKFURT (Dow Jones)--Die europäischen Börsen haben am Dienstag fester geschlossen und damit ihre Aufwärtsbewegung fortgesetzt. Der Euro-Stoxx-50 legte um 1% bzw 25 Punkte auf 2.578 zu, der Stoxx-50 erhöhte sich um 1,5% oder 33 Zähler auf 2.217. Händler sprachen von Anschlusskäufen. Hierbei spielten neben der Charttechnik sicher auch Hoffnungen auf eine baldige wirtschaftliche Stabilisierung wegen der massiven Zinssenkungen und der umfangreichen Konjunkturpakete in vielen Ländern eine Rolle. Allerdings habe die Aufwärtsdynamik etwas nachgelassen, was an der nun doch überkauften Situation liege, merkten Händler an.

   Kleiner Hoffnungsschimmer aus den USA

   Einen kleinen Hoffnungsschimmer gab es aus den USA. Die Situation des US-Dienstleistungssektor stellte sich im Dezember nicht mehr ganz so düster dar wie im Vormonat. Der ISM Index für den Dienstleistungssektor konnte sich anders als das Pendant für das Verarbeitende Gewerbe etwas erholen. Mit 40,6 nach 37,3 Punkten hat sich der Indikator erstmals seit August wieder verbessert. "Eine Schwalbe macht sicherlich keinen Sommer, aber mit dem Bericht keimt doch die Hoffnung, dass die zuvor gesehene rasante Abwärtsbewegung zumindest in Teilen der US-Wirtschaft endlich zum Halten kommt," kommentierte eine Volkswirtin die Daten.

   Rohstoffwerte sehr fest - Anziehende Metallpreise helfen

   Deutlich steigende Metallpreise zogen die Aktien von Minenbetreibern kräftig in die Höhe. Der Sektor stieg um 9,3%. Ein Analyst führte die Bewegung unter anderem darauf zurück, dass sich viele Investoren auf eine stärkere Gewichtung von Index-Fonds im Rohstoffbereich einstellten. Zudem könnte die Angebotsverknappung auf Produzentenseite künftig zu wieder steigenden Rohstoffpreisen führen.

   BHP Billiton legten um 5,7% auf 1.450 p und Rio Tinto um 11,1% auf 1.927 p zu. Der stärkere Aufschlag von Rio Tinto wurde im Handel damit erklärt, dass die Aktie nach dem Scheitern der Übernahme durch BHP Billiton verstärkt unter Druck geraten sei und entsprechend Nachholbedarf habe.

   Pharmawerte profitieren weiterhin von Pfizer-Plänen

   Weiterhin reger Nachfrage erfreute sich der Pharmasektor, der um 2,2% zulegte. Händler verwiesen auf die Aussagen von Pfizer. Der US-Konzern hatte sich offen gegenüber Übernahmen jeglicher Größe gezeigt. "Das bringt mal wieder ein bisschen M&A-Fantasie in den Markt", sagte ein Teilnehmer. Unter den möglichen Übernahmekandidaten nannten Analysten AstraZeneca, die um 3,5% auf 2.792 p stiegen. Sanofi-Aventis kletterten um 3,5% auf 47,21 EUR.

   Automobilsektor sehr fest trotz schwacher US-Absatzzahlen

   Die US-Absatzzahlen spielten nach Einschätzung von Händlern für die europäischen Hersteller keine große Rolle. Ein Teilnehmer sprach zwar von "grottenschlechten" Zahlen, nach den extrem schwachen Absatzzahlen der jüngeren Vergangenheit überrasche das aber nicht mehr. Möglicherweise hätten einige sogar noch schlechtere Daten erwartet, was auch die Gewinne vieler Automobilwerte erklärte.

   Stärkster Wert im Sektor waren VW, die um 11,9% auf 285 EUR stiegen. Der Zeitpunkt der Anteilserhöhung durch Porsche bei VW sei eine kleine Überraschung, sagte ein Händler. "Dass Porsche auf diesem Niveau auch über den Markt zukauft, ist ein Zeichen von Stärke. Das haben nicht alle so erwartet", fügte der Händler hinzu. Ein wesentlicher Faktor des Anstiegs sei der geringe Streubesitz von VW. Ein paar Kaufaufträge bewegten schon viel. Zudem setzten Marktteilnehmer auf eine höhere Zwangsabfindung für die verbliebenen Aktien, hieß es weiter.

   Bankenwerte etwas durch Gerücht belastet

   Die Bankenwerte hielten ihre Tageshochs nicht ganz, stiegen aber immerhin noch um 1,8%. Als Belastungsfaktor wurde am Nachmittag das Gerücht über eine angebliche Gewinnwarnung von UBS genannt. Die Schweizer wollten dies nicht kommentieren. Mit einem Plus von 0,8% auf 16,09 EUR zeigte sich die Aktie vergleichsweise robust.

   Europäische Schlussindizes am Dienstag, den 6. Januar:

=== Index Schluss- Veränd. Veränd. Veränd. stand abs. in % seit Jahresbeginn DJ Europe EuroSTOXX50 2578,43 25,02 0,98 +5,18 STOXX 50 2216,62 33,27 1,52 +7,32 STOXX 600 212,87 4,18 2,00 +8,11 London FTSE 100 4638,92 59,28 1,29 +4,62 Frankfurt Xetra Dax 5026,31 42,32 0,85 +4,49 Paris CAC40 3396,22 36,30 1,08 +5,54 Amsterdam AEX 269,27 7,49 2,86 +9,49 Athen ASE 1862,32 50,49 2,79 +4,24 Jan 5 Brüssel BEL-20 1997,28 -7,04 -0,35 +4,64 Kopenhagen KFX 280,45 5,07 1,84 +13,21 Dublin ISEQ 2621,15 119,27 4,77 +11,86 Helsinki HEX 5845,05 251,70 4,50 +8,17 Jan 5 Istanbul IMKB-100 28709,41 720,76 2,58 +6,87 Lissabon PSI General 2146,38 43,99 2,09 +3,51 Jan 5 Madrid IBEX 35 9724,00 79,90 0,83 +5,74 Mailand S&P/MIB 20729 467 2,30 +6,52 Oslo OBX Stock 301,41 9,29 3,18 +11,55 Prag PX 904,70 20,80 2,35 +5,42 Moskau RTS 631,89 6,47 1,03 Unch Dec 31 Wien ATX 1829,44 16,90 0,93 +4,49 Jan 5 Zürich SMI 5799,31 43,22 0,75 +4,78 === DJG/mif/flf Besuchen Sie unsere neue Webseite http://www.dowjones.de (END) Dow Jones Newswires

   January 06, 2009 12:39 ET (17:39 GMT)

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