08.01.2013 17:22
Bewerten
 (7)

Merkel: Größte Zeit des Leidens vorbei

Europas Konsolidierung
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hält den Zenit in der europäischen Schuldenkrise für überschritten.
Was die Konsolidierung in Europa betreffe, sei "die größte Zeit des Leidens vorbei", sagte Merkel nach Angaben eines Konferenzteilnehmers bei einer Veranstaltung der Tageszeitung Die Welt in Berlin. "Wir befinden uns auf der zweiten Hälfte der Wegstrecke", zitierte der Konferenzteilnehmer die Aussage der Kanzlerin.

   Die von der Europäischen Zentralbank (EZB) zunächst verfolgte Liquiditätsoffensive über zwei Dreijahrestender, die von EZB-Präsident Mario Draghi selbst als "Dicke Bertha" tituliert wurden, bezeichnete die Kanzlerin als nicht wirkungsvoll. Die EZB hatte Banken das Angebot gemacht, dass diese sich für den ungewöhnlich langen Zeitraum von drei Jahren unbegrenzt Mittel zum günstigen Leitzins leihen können. Die Notenbank wollte mit dieser Liquiditätsoffensive eine Kreditklemme im Euroraum verhindern. Merkel sagte laut dem Konferenzteilnehmer, besser sei die Ankündigung der EZB gewesen, unbegrenzt Staatsanleihen zu kaufen.

   Die Kanzlerin räumte ein, dass die Verständigung auf eine Europäische Bankenaufsicht für Deutschland ein schwerer Schritt gewesen sei. Zugleich kündigte sie als politischen Schwerpunkt ihrer weiteren Arbeit an, darauf hinzuwirken, Europa in Form von verbindlichen Vereinbarungen auf ein gemeinsames Wirtschaftsgebiet zu verpflichten.

   Kontakt zum Autor: beate.preuschoff@dowjones.com

   DJG/bep/chg Dow Jones Newswires   January 08, 2013 11:02 ET (16:02 GMT)   Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 11 02 AM EST 01-08-13 Von Beate Preuschoff BERLIN

Bildquellen: 360b / Shutterstock.com, CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Unterschätzte Aktienperlen
Peter Lynch wurde als Fondsmanager des Magellan Fonds zu einer Legende. Er erzielte im Zeitraum 1977 bis 1990 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 29,2%. Eines seiner Erfolgsgeheimnisse: Lynch setzte auf einfache und verständliche Geschäftsmodelle und bevorzugt dann, wenn sie für die meisten anderen Börsianer als langweilig erschienen. In der neuen Ausgabe des Anlegermagazins werden drei Unternehmen vorgestellt, die solche unterschätzte Aktienperlen sein könnten.

Heute im Fokus

DAX mit kräftigem Aufschlag -- Türkei bringt sich als Deutsche-Bank-Käufer ins Spiel -- Commerzbank: 10.000 Stellen weg? -- Opec-Staaten einigen sich auf Fördergrenze -- Air Berlin im Fokus

Lufthansa-Aktie schwächster DAX-Wert: Air Berlin-Deal und Ölpreisrally belasten. Deutsche Arbeitslosenquote im September leicht rückläufig. SAP investiert in neue Produkte für vernetzte Firmen. Institut: London soll Schweigen über Brexit lüften. VW-Chef Müller macht sich Sorgen über US-Strafzahlungen.
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Jetzt durchklicken
Lohnt sich die Rente
Jetzt durchklicken
Das sind die reichsten Nichtakademiker in Europa
Jetzt durchklicken

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Umfrage

Kanzlerin Merkel will der Deutschen Bank im Streit mit der US-Justiz nicht helfen. Was halten Sie von dieser Einstellung?