03.12.2012 18:22
Bewerten
 (0)

Deutsche Top-Manager sind Spitzenverdiener

Managergehälter in Europa
Deutschlands Top-Manager sind beim Gehalt in Europa Spitze - nur ihre britischen Kollegen kassieren einer Studie zufolge mehr.
Auf durchschnittlich 4,3 Millionen Euro summierte sich die Vergütung der Chefs deutscher Konzerne für das Jahr 2011, wie aus den am Montag in Frankfurt veröffentlichten Zahlen des Beratungshauses ECGS hervorgeht.

     Deutschland sei bei der Bezahlung seines Spitzenpersonals inzwischen wettbewerbsfähig, bilanzierte Jella Benner-Heinacher, stellvertretende Hauptgeschäftsführerin der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW): "In Zukunft ist der Aufsichtsrat gefordert, dass er schaut, dass bestimmte Grenzen nicht überschritten werden."

   Britische Unternehmensbosse erhielten der Studie zufolge mit mehr als fünf Millionen Euro noch knapp ein Viertel mehr. Deutschlands Top-Manager strichen jedoch 252 Prozent mehr als ihre Kollegen in Portugal und immerhin noch 25 Prozent mehr als Unternehmenschefs in Frankreich ein. Auf den Plätzen drei und vier der 14 untersuchten Länder landeten mit jeweils gut 4 Millionen Euro Chefs von Unternehmen in der Schweiz und Spanien.

   ECGS (Expert Corporate Governance Service), dessen Partner unter anderen die DSW ist, nahm für die erstmals erstellte Studie die Vergütung von 392 Chefs europäischer Unternehmen unter die Lupe. Darunter waren die 30 Konzerne im Deutschen Aktienindex DAX, einige MDAX-Unternehmen und zum Beispiel auch der Autobauer Porsche.

   Im Schnitt ergab sich eine Summe von 3,7 Millionen Euro. Während ein Großteil der Vergütung in Deutschland bar ausgezahlt werde, erhielten die Chefs britischer oder schweizerischer Unternehmen den Löwenanteil in Form von Aktien.

    Spitzenverdiener der 392 Manager ist Maurice Lévy, Chef des weltweit drittgrößten Kommunikationsunternehmens Publicis. Er kam auf rund 19,76 Millionen Euro Gesamtvergütung. Das liege vor allem daran, dass Lévy einen seit Jahren aufgeschobenen Anspruch auf ein 16-Millionen-Bonuspaket geltend gemacht habe, hieß es zur Erklärung.

    Auf Rang zwei findet sich der inzwischen zurückgetretene Barclays-Vorstandschef Bob Diamond. Seine Gesamtvergütung für 2011 lag demnach bei gut 17,5 Millionen Euro. Die britische Großbank war im Sommer in der Affäre um Zinsmanipulationen (Libor) in die Kritik geraten. Wegen verbotener Absprachen akzeptierte Barclays Ende Juni 290 Millionen Pfund Strafe. Diamond verlor wegen der Affäre seinen Posten.

   Die dritthöchste Vergütung unter den Unternehmenslenkern kassierte Martin Sorrell vom britischen Werbeunternehmen WPP Group . Er kam auf eine Gesamtvergütung von 16,7 Millionen Euro. Auf Rang vier führt die ECGS-Auswertung als ersten Deutschen Volkswagen-Lenker Martin Winterkorn, der auf rund 16,6 Millionen Euro taxiert wird. Inklusive einer Nachzahlung für das Vorjahr kassierte Winterkorn sogar mehr als Sorrell: Nach VW-Angaben rund 17,5 Millionen Euro./ben/DP/stk

FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: lev radin / Shutterstock.com
Artikel empfehlen?

Nachrichten zu Volkswagen AG Vz. (VW AG)

  • Relevant+
  • Alle+
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?
Nach kräftigem GewinnplusVolkswagen-Aktie trotzt schwachem DAXVerkehrte Welt bei Volkswagen: Europas größter Autokonzern hat ausgerechnet dank des noch im ersten Halbjahr enttäuschenden Massengeschäfts mit erstaunlich guten Zahlen für das dritte Quartal überrascht.
13:23 Uhr
Volkswagen: So groß, so schlecht (The Wall Street Journal Deutschland)
10:59 Uhr
Volkswagen Posts Higher Q3 Profit (EN, Benzinga earnings)
Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen
Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen
vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden
Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

RSS Feed

Analysen zu Volkswagen AG Vz. (VW AG)

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
29.10.2014Volkswagen vz OutperformBNP PARIBAS
28.10.2014Volkswagen vz buyequinet AG
28.10.2014Volkswagen vz buyCitigroup Corp.
27.10.2014Volkswagen vz kaufenBankhaus Lampe KG
22.10.2014Volkswagen vz buyWarburg Research
29.10.2014Volkswagen vz OutperformBNP PARIBAS
28.10.2014Volkswagen vz buyequinet AG
28.10.2014Volkswagen vz buyCitigroup Corp.
27.10.2014Volkswagen vz kaufenBankhaus Lampe KG
22.10.2014Volkswagen vz buyWarburg Research
22.10.2014Volkswagen vz HaltenIndependent Research GmbH
15.10.2014Volkswagen vz Equal-WeightMorgan Stanley
13.10.2014Volkswagen vz HaltenIndependent Research GmbH
01.10.2014Volkswagen vz Equal-WeightMorgan Stanley
30.09.2014Volkswagen vz NeutralMerrill Lynch & Co., Inc.
08.08.2014Volkswagen vz SellGoldman Sachs Group Inc.
04.04.2014Volkswagen vz SellUBS AG
10.03.2014Volkswagen vz VerkaufenBankhaus Lampe KG
25.02.2014Volkswagen vz verkaufenUBS AG
24.02.2014Volkswagen vz verkaufenUBS AG
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Volkswagen AG Vz. (VW AG) nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

Anzeige

Heute im Fokus

DAX tief im Minus -- Fed beendet Anleihekäufe -- VW mit überraschend deutlichem Gewinnanstieg -- Apple-Chef Tim Cook outet sich als schwul -- Lufthansa kassiert Prognose 2015 -- Bayer, Linde im Fokus

US-Wirtschaft wächst um 3,5 Prozent. Russland sieht Chance für Gas-Einigung. Ratiopharm-Mutter Teva verdient besser und kauft mehr Aktien zurück. Skoda schafft Mercedes-Rendite. Entwicklungskosten bremsen Porsches Gewinnanstieg. Aareal Bank führt Soffin-Einlage vollständig zurück. EZB sucht Hilfe der Deutschen Bank bei ABS-Käufen.

Themen in diesem Artikel

In welchen europäischen Ländern ist das Preisniveau besonders hoch?

Welche Aktien zählt George Soros zu seinem Portfolio?

Diese Aktien sind auf den Verkauflisten der Experten

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Facebook & Co: Welche Börsengänge waren ein Desaster?

Welches Unternehmen erzielte bislang das größte Emissions- volumen?

Welche Darsteller verdienen am meisten?

Diese Models verdienten 2014 am meisten

In welchen Ländern kostet der Big Mac wie viel?

mehr Top Rankings

Umfrage

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat den Sparkurs der Bundesregierung infrage gestellt. Denken Sie auch, dass der Staat mehr investieren sollte?