26.09.2012 08:44
Bewerten
(1)

Ökonom sieht quälend langsame Fortschritte in Euro-Krisenstaaten

Eurozone in Gefahr: Ökonom sieht quälend langsame Fortschritte in Euro-Krisenstaaten | Nachricht | finanzen.net
Eurozone in Gefahr
Der künftige Präsident des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Clemens Fuest, rechnet mit einer längeren Phase der wirtschaftlichen Stagnation in den Euro-Krisenstaaten.
Beim Versuch, die Staatsfinanzen zu sanieren, werde es "quälend langsame" Fortschritte geben, schreibt der Regierungsberater und Finanzexperte in einem Gutachten über die Euro-Schuldenkrise, das die Vereinigung der bayerischen Wirtschaft in Auftrag gegeben hatte.

    Der Grund: Um die Wettbewerbsfähigkeit in den Krisenstaaten Griechenland, Spanien, Portugal und Italien wiederzugewinnen, müssten Preise und Löhne gesenkt werden. Dies führe zu sinkenden Steuereinnahmen und erschwere damit die Sanierung der Staatsfinanzen. "Die Gläubigerstaaten, vor allem Deutschland und Frankreich, werden dennoch alles daran setzen, Austritte aus der Eurozone zu vermeiden", heißt es in dem Gutachten.

     Nicht auszuschließen sei aber auch das Szenario, dass die Regierungen der Krisenstaaten selbst die Entscheidung fällen, die Eurozone zu verlassen. "Das könnte geschehen, wenn die Bevölkerung in diesen Staaten in Folge der zu erwartenden mehrjährigen Stagnation die Hoffnung auf wirtschaftliche Erholung in der Eurozone verliert." Sollte es zu Austritten aus der Eurozone kommen, würde dies voraussichtlich eher Griechenland, Portugal oder Spanien betreffen, da die Chancen für eine wirtschaftliche Erholung dort schlechter stünden als in Italien und Irland.

   Fuest wird im März kommenden Jahres Nachfolger von Wolfgang Franz an der Spitze des ZEW in Mannheim. Derzeit ist er Direktor des Zentrums für Unternehmensbesteuerung in Oxford. Außerdem berät er Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU). Für sein knapp 30-seitiges Gutachten untersuchte er die Entwicklung in Griechenland, Italien, Spanien, Portugal und Irland bis 2017.

    Die Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (vbw) hatte die Analyse nach eigenen Angaben in Auftrag gegeben, um den Unternehmen die Planung ihrer Aktivitäten im Ausland zu erleichtern. Für die Betriebe sei die Lage in den Krisenländern mit einem spürbaren Nachfrageausfall verbunden, sagte Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt bei der Vorstellung am Dienstagabend in München. "Deshalb ist es wichtig, dass die deutsche Wirtschaft weiter intensiv auf Auslandsmärkte außerhalb der Europäischen Union setzt, um sinkende Ausfuhren nach Südeuropa auszugleichen."

    MÜNCHEN (dpa-AFX)

Bildquellen: istock/manuel velasco
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Jungheinrich - Professioneller Hochstapler!

Intralogistik-Lösungen sind gefragt wie nie. Denn mit moderner Logistik-Infrastruktur lassen sich nicht nur erhebliche Kostensenkungen und Effizienzsteigerungen realisieren, sondern sie bildet die perfekte Ergänzung für "Industrie 4.0". Warum Jungheinrich eine der interessantesten Storys in diesem Segment bietet lesen Sie im aktuellen Anlagermagazin des Börse Stuttgart Anlegerclubs.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX schließt leicht im Minus -- US-Börsen schließen höher -- Aixtron verkauft Anlagengeschäft für Speicherchips -- Aixtron, VW, Ford im Fokus

Air Berlin streicht Verbindungen. IWF optimistisch bezüglich Griechenland-Lösung. OPEC verlängert Förderbremse. Ex-Volkswagen-Manager bleibt weiter in US-Haft. Sparkurs beim Autobauer Ford. Starker Jahresauftakt der Dax-Konzerne. Diverse Börsen in Europa geschlossen.

Top-Rankings

KW 21: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
KW 20: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Berufe die auch eine Rezession überstehen
Welche bieten am meisten Sicherheit?

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Diese Aktien hat Warren Buffett aktuell im Depot
Die Top-Positionen von Warren Buffett (März 2017)
Bestbezahlte Praktikantenstellen
Welches Unternehmen bietet am meisten?
Metropolen der Superreichen
In diesen Städten leben die meisten Milliardäre
Das verdienen die Chefs der Notenbanken
Wie hoch sind ihre Gehälter?
Aktion Frühjahrsputz: Die unsinnigsten Subventionen der Bundesregierung
So werden Steuergelder verschwendet
mehr Top Rankings

Umfrage

Der Bitcoin bleibt auf Rekordkurs und stieg erstmals über 2.000 US-Dollar. Haben Sie auch schon mal Geschäfte mit der Digitalwährung gemacht?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Daimler AG710000
Deutsche Bank AG514000
Apple Inc.865985
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
CommerzbankCBK100
Amazon.com Inc.906866
BMW AG519000
Deutsche Telekom AG555750
E.ON SEENAG99
BASFBASF11
AIXTRON SEA0WMPJ
Scout24 AGA12DM8
Allianz840400
Infineon AG623100
EVOTEC AG566480