Evonik Industries: Entscheidung über Börsengang soll noch im Juni erfolgen
Essen (www.aktiencheck.de) - Nach der Verzögerung beim geplanten Börsengang der Evonik Industries AG soll nun noch im Juni eine Entscheidung fallen, ob und wann der Gang aufs Parkett erfolgen soll.
Am Sonntag hatte das Kuratorium der RAG-Stiftung, als Hauptanteilseigner von Evonik, erklärt, weitere Gespräche mit Investoren zu führen. Den Angaben zufolge stößt der Börsengang international auf sehr großes Interesse. Allerdings habe die jüngste Entwicklung an den Finanzmärkten die Unsicherheit geschürt, ob Erlöse erreicht werden können, die dem Wert von Evonik gerecht würden. Sollte kurzfristig keine Klarheit geschaffen werden, sind sich Kuratorium und Vorstand der Stiftung einig, dass der Börsengang abgebrochen würde.
Ende Mai hatten die Gremien der Evonik-Eigentümer, der RAG-Stiftung und des CVC Fonds, gemeinsam mit dem Aufsichtsrat und dem Vorstand des Chemiekonzerns die Pläne für einen Börsengang bestätigt. Satzungsauftrag der RAG-Stiftung ist die Finanzierung der Ewigkeitslasten des deutschen Steinkohlenbergbaus ab 2019. Der hierfür - ebenfalls von der Satzung - vorgesehene Weg ist der Börsengang von Evonik. Die Satzung erlaubt zudem, vor dem Börsengang Anteile an einen Investor zu veräußern. Diese Option wurde 2008 mit dem Verkauf von 25,01 Prozent der Evonik an CVC ausgeübt. (11.06.2012/ac/n/n)







