31.01.2013 15:42
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Experten-Umfrage: Fracking lohnt sich nicht - Preise zu niedrig

    MANNHEIM/HANNOVER (dpa-AFX) - Die umstrittene Fracking-Technik bei der Erdgasförderung ist nach einer Umfrage unter Experten in Europa nicht wirtschaftlich. Die Gaspreise müssten ungefähr doppelt so hoch sein wie gegenwärtig, damit sich die Förderung von unkonventionellem Erdgas aus Schiefergestein und Kohleflözen überhaupt lohne, heißt es in einer Mitteilung des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), die am Donnerstag in Mannheim verbreitet wurde. Basis ist das ZEW Energiemarktbarometer, eine halbjährliche Befragung von rund 200 Experten aus Wissenschaft und Praxis.

 

    Gegenwärtig würden in Osteuropa sowie im Nahen und im Mittleren Osten neue konventionelle Gasfelder mit deutlich geringeren Förderkosten erschlossen. Auch die Transportmöglichkeiten verbesserten sich. "Die Förderung von unkonventionellem Erdgas in der EU ist somit auf absehbare Zeit unwirtschaftlich", sagte Umweltökonom Florens Flues vom ZEW. "Zudem sind die Kosten für Umwelt und Gesundheit durch unkonventionelle Gasförderung schwer einzuschätzen."

 

    Beim Fracking wird Wasser mit Chemikalien unter hohem Druck in das Gestein gepresst, so dass die Ausbeute deutlich höher wird. In den USA hat der flächendeckende Einsatz dieser Technik zu einer deutlich höheren Gasförderung und einem massiven Preisverfall von Erdgas geführt. In Deutschland wird die Technik seit 50 Jahren eingesetzt. Rund ein Drittel des in Deutschland geförderten Erdgases wird mit Hilfe der Fracking-Technologie produziert. Mit rund 13 Milliarden Kubikmetern trägt die heimische Förderung etwa 14 Prozent zum deutschen Erdgasverbrauch bei. Der Rest wird importiert, vorwiegend aus Russland, den Niederlanden und Norwegen.

 

    "Unsere Investitionsentscheidungen hängen nicht von den aktuellen Gaspreisen ab", sagte eine Sprecherin des Energiekonzerns ExxonMobil (Exxon Mobil) , einem der großen deutschen Gasförderer, am Donnerstag in Hannover. Ausschlaggebend sei vielmehr die Nähe zum Markt und zu den Kunden und die gut ausgebaute Infrastruktur. Das seien Argumente für Investitionen in Deutschland. Wenn ExxonMobil heute investiere, dann fließe das Gas in einigen Jahren für Jahrzehnte. Dafür gebe es keine Preisszenarien.

 

    Auch der Wirtschaftsverband Erdöl- und Erdgasgewinnung (WEG) sieht die These des Mannheimer Forschungszentrums kritisch. "Die Technik kommt seit Jahrzehnten zum Einsatz und die Unternehmen würden das nicht machen, wenn es nicht wirtschaftlich wäre", sagte eine Sprecherin. Nach einer Untersuchung der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Hannover sind rund 1,3 Billionen Kubikmeter Schiefergas in Deutschland technisch gewinnbar. Das ist weitaus mehr als die konventionellen Ressourcen. Welche Mengen an Gas aus Schiefergestein oder aus Kohleflözen wirtschaftlich gefördert werden können, werde im Rahmen der Explorationsverfahren von den Förderunternehmen gerade untersucht.

 

    Die Fracking-Technik ist seit einigen Jahren in das Visier von Umweltschützern geraten. Sie befürchten negative Auswirkungen auf das Grundwasser und eine erhöhte Gefahr von Erdbeben./egi/DP/jha

 

Nachrichten zu Exxon Mobil Corp. (ExxonMobil)

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18.05.2016Exxon Mobil BuyArgus Research Company
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09.05.2016Exxon Mobil NeutralUBS AG
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18.05.2016Exxon Mobil BuyArgus Research Company
09.05.2016Exxon Mobil buyGoldman Sachs Group Inc.
26.04.2016Exxon Mobil Conviction BuyGoldman Sachs Group Inc.
06.04.2016Exxon Mobil buyMorningstar
26.02.2016Exxon Mobil Conviction BuyGoldman Sachs Group Inc.
11.05.2016Exxon Mobil HoldHSBC
09.05.2016Exxon Mobil NeutralUBS AG
09.05.2016Exxon Mobil HaltenIndependent Research GmbH
02.05.2016Exxon Mobil NeutralUBS AG
21.04.2016Exxon Mobil Equal weightBarclays Capital
09.05.2016Exxon Mobil UnderperformCredit Suisse Group
30.03.2016Exxon Mobil UnderperformMacquarie Research
18.03.2016Exxon Mobil ReduceNomura
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