14.02.2013 10:50
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Experten senken Wachstums- und Inflationsprognosen Euroraum

Experten pessmistisch
Die regelmäßig von der Europäischen Zentralbank (EZB) befragten Konjunkturexperten haben ihre Prognosen für Wachstum und Inflation im Euroraum leicht gesenkt.
Besonders die Prognosen für das laufende Jahr sind aber immer noch wachstumsoptimistischer als die jüngsten EZB-Stabsprojektionen. Die werden im März revidiert und nach Aussage von EZB-Präsident Mario Draghi den Effekt der jüngsten Euro-Aufwertung berücksichtigen. Mit weiteren EZB-Zinssenkungen rechnet derzeit kaum noch ein Beobachter.

   Die im Rahmen des Survey of Professional Forecasters für das erste Quartal 2013 befragten Experten haben ihre Inflationsprognose für 2013 auf 1,8 Prozent gesenkt, nachdem sie zuletzt 1,9 Prozent prognostiziert hatten. Auch die Prognose für 2014 wurde von 1,9 auf 1,8 Prozent zurückgenommen. Für 2015 erwarten die Befragten eine Inflationsrate von 1,9 Prozent und für 2017 von 2,0 Prozent. Das entspricht in etwa dem Ziel der EZB, die mittelfristigen Inflationserwartungen bei knapp 2 Prozent zu verankern.

   Die EZB-Stabsprojektionen von Dezember 2012 sehen für 2013 mit 1,6 Prozent bereits eine deutlich niedrigere Inflation vor. Insofern dürfte die aktuelle Umfrage kaum die Erwartung wecken, dass die EZB-Projektionen im März noch weiter gesenkt werden. Die EZB erwartet, dass die Inflation erst im Verlauf dieses Jahres unter 2 Prozent zurückgeht. Um für den Jahresdurchschnitt noch auf 1,6 Prozent zu kommen, müsste die Inflation noch deutlich fallen. Im Januar hatte die Teuerung genau 2 Prozent betragen.

   In Bezug auf das Wachstum sind die Professional Forecasters immer noch optimistischer als zuletzt die EZB. Zwar prognostizieren sie für 2013 nun nur noch eine Stagnation des Bruttoinlandsprodukt, nachdem sie zuvor ein Plus von 0,3 Prozent vorausgesagt hatten, doch war die EZB mit minus 0,3 Prozent schon im Dezember deutlich pessimistischer. Die Prognose für 2014 wurde auf 1,1 von 1,3 Prozent reduziert. Die EZB erwartete 1,2 Prozent Wachstum.

   Die wachstums- und Inflationserwartungen der Experten basieren unter anderem auf der Annahme, dass der Euro im ersten Quartal 2013 im Durchschnitt 1,30 US-Dollar kosten wird. Derzeit notiert er bei knapp 1,34 Dollar. Für 2015 wird ein Kurs von 1,29 unterstellt.

   Kontakt zum Autor: hans.bentzien@dowjones.com

   DJG/hab/chg

   (END) Dow Jones Newswires

   February 14, 2013 04:45 ET (09:45 GMT)

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