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11.06.2012 12:05

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EXPERTEN SKEPTISCH

Trotz Markteuphorie - Rettung spanischer Banken löst Krise nicht


Obwohl die Märkte euphorisch auf die Tatsache reagieren, dass Spanien unter den Euro-Rettungsschirm schlüpft, bleiben Experten skeptisch. Die Krise ist noch lange nicht ausgestanden.

Das Ersuchen Spaniens nach Rettungsgeldern im Umfang von 100 Milliarden Euro reduziert nach Ansicht von Rentenstratege Wee-Khoon Chong von Societe Generale in Hong Kong die Ansteckungsgefahren innerhalb der Eurozone. Die Märkte haben darauf gewartet, dass Spanien um Unterstützung bittet. Dadurch dürften sich die Zinsdifferenzen zumindest vorläufig nicht weiter ausdehnen", so der Experte. Allerdings habe der spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy gewarnt, dass Spanien noch gewaltige Hürden zu meistern habe. Die Bankenrettung werde das Land nicht vor Rezession und steigender Arbeitslosigkeit bewahren.

   Auch andere Analysten warnen vor dem Irrglauben, dass nun alle Probleme Spaniens gelöst seien. "Die eingeleiteten Schritte zerstreuen nicht die Sorgen über die Verschuldung Spaniens. Denn die Frage, wie sich das hoch verschuldete Land künftig refinanzieren will, bleibt unbeantwortet. Außerdem steht das Ergebnis der griechischen Neuwahlen noch aus", wirft Devisenstratege Yuji Saito von Credit Agricole in Tokio kritisch ein.

   Die Analysten von Barclays sehen unter dem Strich positive Effekte für die Glaubwürdigkeit, die Transparenz und die Refinanzierungsfähigkeit des Landes. Zwar sei der Schritt im Hinblick auf die Rekapitalisierung der spanischen Banken zu begrüßen, für eine Lösung der Krise bedürfe es aber klarer und überzeugender Bekenntnisse der Euro-Kernzone zu Gunsten der Peripherie.

   Euro-Optimismus hält BNY-Mellon-Devisenstratege Simon Derrick für unangebracht, denn der Ausblick für die Eurozone und die Gemeinschaftswährung sei unsicher. Der Experte kann der Rettungsaktion wenig Positives abgewinnen. Zwar profitiere das spanische Bankensystem, aber das Land stehe mit deutlich höheren Schulden da und andere gerettete Staaten könnten die Art und Weise der Rettung zum Anlass für Neuverhandlungen nehmen.

Dow Jones Newswires

Bildquellen: istock/Jaap Hart

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Kommentare zu diesem Artikel

Credit Default Swap schrieb:
11.06.2012 19:44:21

ich scheiss auf kapitalismus, ich bin wessi aber was war am sozialismus den so schlecht? keiner will ne mauer oder ne stasi, aber kann es sein das 50 prozent der amis gerne das hätten was die ossis mit solialismus hatten?

Fizikci89 schrieb:
11.06.2012 15:02:35

Ich würde sagen,daß Kapitalismus tote Sache ist.Was denn sonst?

belfegore schrieb:
11.06.2012 13:11:03

und die !gewaltigen Hürden! liegen die bei 300MRD oder bei 500.000.000.000??? Wie hoch ist denn die Schummelsumme wirklich???

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