Irving, TX (aktiencheck.de AG) - Der amerikanische Ölgigant Exxon Mobil Corp. wird wohl von Venezuela deutlich weniger Schadensersatz erhalten als ihm von einem internationalen Schiedsgericht zugesprochen wurde.
So hat der staatliche venezolanische Ölkonzern PDVSA angekündigt, lediglich 255 Mio. US-Dollar zu zahlen, die in den nächsten 60 Tagen überwiesen werden sollen. Die internationale Handelskammer ICC hatte die Schadenersatzzahlung zuvor auf 908 Mio. US-Dollar festgelegt. PDVSA begründete die deutlich geringere Summe mit noch ausstehenden Schulden.
Unter Staatschef Hugo Chavez wurden in Venezuela einige Ölfelder des Konzerns verstaatlicht. Das Land ist der größte Erdöl-Exporteur Lateinamerikas. Mit der jetzt zugesprochenen Summe werden jedoch gerade mal die Kosten des Ölkonzerns gedeckt, entgangene Gewinne bleiben unberücksichtigt. Daher hatte Exxon auch 10 Mrd. US-Dollar Schadenersatz gefordert.
Die Aktie von Exxon Mobil schloss zuletzt bei 84,76 US-Dollar (-0,60 Prozent). (03.01.2012/ac/n/a)