26.01.2013 09:35
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Apple nicht mehr wertvollste Firma der Welt

ExxonMobil wieder vorn
Das enttäuschende Abschneiden von Apple im Weihnachtsgeschäft kostet den iPhone-Hersteller den Titel des wertvollsten börsennotierten Konzerns der Welt.
Am Freitag übernahm der US-Ölmulti ExxonMobil nach anderthalb Jahren in der zweiten Reihe wieder die Führung.

    Gegen Mittag (Ortszeit) legte ExxonMobil an der New Yorker Börse leicht auf einen Gesamtwert von rund 417 Milliarden Dollar (309 Mrd Euro) zu, während Apple um annähernd 3 Prozent auf 412 Milliarden Dollar abrutschte.

    Apples Aktie kostete in der Spitze einmal 705,07 Dollar, zuletzt war sie noch 438,88 Dollar wert. Im vergangenen Quartal hatte sich das Wachstum des Elektronikkonzerns abgeschwächt und der Gewinn stagnierte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das hatte bei vielen Anlegern die Befürchtung geweckt, dass Apple an seine Grenzen gestoßen sein könnte.

    Banken hatten am Donnerstag reihenweise ihre Kursziele für die Apple-Aktie gesenkt, was zu einem weiteren Verkaufsdruck führte. Doch selbst zur aktuellen Bewertung ist Apple immer noch annähernd soviel wert wie die Top fünf der deutschen börsennotierten Konzerne zusammen: SAP, Siemens, BASF, Bayer und die Allianz.

    Apple war erstmals im Sommer 2011 wertvoller als ExxonMobil. Die beiden Schwergewichte wechselten sich mehrfach ab, bis Apple schließlich davonzog und im August 2012 auch noch Microsoft den Titel des wertvollsten Konzerns aller Zeiten streitig machte. Der Windows-Konzern hatte den Rekord noch zu Zeiten des Dotcom-Booms aufgestellt.

    Dabei war Apple zwischenzeitlich fast am Ende. Das war im Jahr 1997, als Microsoft mit seinen Windows-Computern den Konkurrenten zu überrollen drohte. Doch Gründer Steve Jobs, der Apple zwölf Jahre zuvor im Streit verlassen hatte, kehrte zurück und riss das Steuer herum. Im August 2011 trat der charismatische Firmenchef wegen einer Krebserkrankung zurück, im Oktober starb er.

    Sein Nachfolger Tim Cook baute das Imperium weiter aus und erzielte ein Rekordgeschäft nach dem nächsten. Auch das jetzige Weihnachtsquartal war besser als das vorherige. Doch die großen Sprünge der Vergangenheit waren passé. Das beunruhigte die Anleger und schickte die Aktie wieder auf Talfahrt.

NEW YORK (dpa-AFX)

Bildquellen: istock/Anthony Mayatt
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