MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die Gläubigerbanken des verlustreichen Bezahlsenders Premiere stellen einem Pressebericht zufolge Bedingungen für die dringend benötigte Umschuldung. Sie erwarteten eine Kapitalspritze des Hauptaktionärs News Corp. , schreibt die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Freitagausgabe) unter Berufung auf eine an den Verhandlungen beteiligte Person.
Als wichtigste Gläubiger von Premiere würden die Royal Bank of Scotland, die BayernLB, die HSH Nordbank und die HypoVereinsbank genannt. Premiere drohe wegen des schlechten Geschäftsverlaufs die Kündigung der Darlehen. Laut der Kreise erwägt News Corp., die Bundesliga-Fernsehrechte ab 2009 auf eigene Rechnung von der Deutschen Fußball Liga (DFL) zu erwerben und als Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage bei Premiere einzubringen. Die DFL will die Auktion für die Bundesliga-Rechte Jahresende abschließen.
Premiere hatte am Donnerstag einen Quartalsverlust von 89 Millionen Euro gemeldet. Zu den Umschuldungsgesprächen mit den Banken sagte der neue Premiere-Chef Mark Williams lediglich, die Verhandlungen liefen und kämen gut voran./so/DP/edh