FRANKFURT (Dow Jones)--Der Dialysekonzern Fresenius Medical Care kann sich über die unerwartete Streichung einer Gebühr im US-Gesundheitswesen freuen. Dabei handelt es sich um einen Abschlag, den die öffentliche US-Krankenversicherung Medicare ursprünglich bei Dialyseanbietern anwenden wollte, die zu Jahresbeginn sofort vom System der Einzelfallvergütung auf eine pauschale Vergütung von Dialysebehandlungen umgestellt haben. Auf den Abschlag von 3,1% wird nun für den Zeitraum April bis Dezember 2011 verzichtet, wie ein FMC-Sprecher am Montag bestätigte.
Um die Kostenneutralität bei der Umstellung der Vergütung zu gewährleisten, wollte die zuständige Behörde Centers for Medicare & Medicaid Services (CMS) die Umstellungsgebühr von Januar an erheben. Branchenexperten zufolge hat CMS bei der Festlegung nicht damit gerechnet, dass so viele Unternehmen sofort zur Pauschalvergütung wechseln würden, so dass die Gebühr nun nicht mehr erhoben wird.
Im Juli 2008 hatte der US-Gesetzgeber mit Wirkung ab 2011 die so genannte "bundled rate" vorgeschrieben, mit der die Dialysebehandlung und weitere Leistungen wie Dialysemedikamente pauschal abgerechnet werden. Sie ersetzte die bisher gültige "composite rate", nach der alle Einzelleistungen separat vergütet wurden. Die Umstellung soll helfen, die bisher ständig gestiegenen Kosten zu begrenzen.
Analysten von equinet erwarten, dass sich der jetzt verkündete Wegfall des Abschlags bei FMC im laufenden Jahr mit zusätzliche Umsätzen von 75 Mio USD niederschlägt. Beim Nettogewinn dürften zusätzlich 45 Mio USD ankommen.
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-Von Heide Oberhauser-Aslan, Dow Jones Newswires;
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April 04, 2011 08:13 ET (12:13 GMT)
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