LONDON (dpa-AFX) - Der Finanzinvestor Texas Pacific Group (TPG) hat einem Pressebericht zufolge seine Pläne zum Erwerb der Mehrheit an der Matsushita-Tochter JVC aufgegeben. Die Verhandlungen seien am Widerstand des JVC-Managements gescheitert, berichtet die "Financial Times" (FT/Dienstagausgabe) unter Berufung auf mit der Sache vertraute Kreise. Die JVC-Manager zögen eine Umstrukturierung mit einem passiveren Investor vor. Die japanische Matsushita Electric hält 52,4 Prozent an dem Unterhaltungselektronikunternehmen JVC. Der Anteil wird mit 550 Millionen US-Dollar bewertet.
Nach dem gescheiterten Übernahmeversuch durch TPG habe Matsushita die Gespräche mit dem Elektronikkonzern Kenwood wieder aufgenommen. Es werde verhandelt über den Erwerb von neuen Aktien im Wert von 20 Milliarden Yen. Nach dem Kauf wolle der Konzern dann mit JVC in einer neu gegründeten Holding fusionieren. Kenwood hatte bereits im Dezember Interesse an JVC gezeigt, war aber von den Geboten der Finanzinvestoren ausgestochen worden./ne/she/sb