16.01.2013 21:05
Bewerten
 (0)

Fed: US-Wachstum hat zum Jahresende etwas angezogen - Beige Book

    WASHINGTON (dpa-AFX) - Die US-Konjunktur hat sich zum Jahresende hin laut einer Umfrage der Notenbank Fed etwas belebt. Alle zwölf Notenbank-Distrikte hätten zum Jahreswechsel Hinweise auf eine stärkere wirtschaftliche Aktivität erhalten, heißt es im Konjunkturbericht (Beige Book) der US-Notenbank vom Mittwoch. Das Wachstumstempo sei jedoch immer noch verhalten. Die Konsumausgaben seien gestiegen, die Lage in der Industrie sei durchwachsen. Der Immobilienmarkt zeige nach wie vor Erholungstendenzen.

 

    Insgesamt liest sich der Bericht etwas freundlicher als das letzte Beige Book von Mitte November. Nahezu unverändert stellt sich die Lage indes bei den Löhnen, Preisen und der Beschäftigung dar. Die Entwicklung des Arbeitsmarkts gilt als einer der entscheidenden Orientierungsgrößen für die US-Geldpolitik. Ende 2012 hatte die Fed ihre Zinspolitik faktisch an die Arbeitslosigkeit gekoppelt. Demnach ist an Zinserhöhungen in den USA nicht zu denken, solange die Arbeitslosenquote nicht unter 6,5 Prozent fällt. Derzeit liegt sie deutlich höher bei 7,8 Prozent.

 

    Die Federal Reserve stützt die amerikanische Konjunktur bereits seit über vier Jahren mit Leitzinsen nahe der Nulllinie. Darüber hinaus kauft sie zum mittlerweile dritten Mal Wertpapiere in Milliardenhöhe an. Seit Jahresbeginn nimmt die Fed Staatsanleihen und hypothekenbesicherte Schuldtitel im Wert von monatlich 85 Milliarden US-Dollar in ihre Bücher. Die Zentralbank verspricht sich davon günstigere Finanzierungskonditionen für die Wirtschaft und mithin ein stärkeres Wirtschaftswachstum. Unter Ökonomen stößt die immer schneller laufende Notenpresse auf teils heftige Kritik.

 

    Dennoch erkennen auch die meisten Skeptiker an, dass die faktische Nullzinspolitik und die quantitative Lockerung zur konjunkturellen Stabilisierung beigetragen haben. Selbst der krisengeschüttelte Immobilienmarkt hat sich in den vergangenen Monaten sichtlich erholt. Als fraglich gilt jedoch, welchen Nutzen zusätzliche Anleihekäufe bringen. Darüber hinaus verweisen Kritiker auf mögliche Gefahren infolge der immensen Geldschwemme, insbesondere in der langen Frist. Als möglich gelten eine hohe Inflation und Übertreibungen an den Vermögensmärkten, ähnlich denen vor der Finanzkrise 2008./bgf/he

 

Artikel empfehlen?
Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

Anzeige

Heute im Fokus

DAX schließt mit Gewinn -- Dollar General erhöht Family Dollar-Gebot -- Apple prüft Sicherheit nach Auftauchen von Promi-Nacktfotos -- Tipp24 zieht Gewinnwarnung zurück

Rosneft und ExxonMobil starten Erdöl-Projekt. USA: ISM-Einkaufsmanagerindex steigt auf den höchsten Stand seit März 2011. Die goldene Regel des Warren Buffett. China streicht Steuer für E-Autos. Deutscher Automarkt leicht im Minus. CTS Eventim-Aktie legt rund 5 Prozent zu. Rekordrücklage bei Rente - Politik trotzdem gegen Beitragssenkung.
Diese Aktien sind auf den Verkauflisten der Experten

Welche Billig-Airline ist die beste der Welt?

Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Welche Darsteller verdienen am meisten?

Diese Models verdienten 2014 am meisten

In welchen Ländern kostet der Big Mac wie viel?

Die Fluglinien mit den zufriedensten Passagieren

Welcher Nationaltrainer verdient am meisten?

mehr Top Rankings
Deutschland wird den Kampf der Kurden gegen die Terrormiliz des Islamischen Staates (IS) mit schweren Waffen unterstützen. Wie ist Ihre Meinung hierzu?
Abstimmen
Direkt zu den Ergebnissen