12.12.2012 19:21
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Fed geht bei der Lockerung nicht vom Gas

   Von Hans Bentzien

   Die US-Notenbank geht bei der geldpolitischen Lockerung nicht vom Gas. Als Ersatz für ein zum Jahresende auslaufendes Wertpapierkaufprogramm beschloss sie ein zusätzliches Programm zum Kauf von Staatsanleihen für monatlich 45 Milliarden US-Dollar. Darüber hinaus will sie außergewöhnlich niedrige Zinsen so lange aufrecht erhalten, wie die Arbeitslosenquote über 6,5 Prozent bleibt und die Inflationserwartung unter 2,5 Prozent. Im November betrug die Arbeitslosenquote 7,7 Prozent. Bisher hatte die Fed eine Niedrigzinszusage für den Zeitraum bis Mitte 2015 gegeben.

   Erst im September hatte die Fed QE3 auf den Weg gebracht, ein Programm für den Kauf von Hypothekenanleihen. Im Rahmen von QE3 kauft die Fed monatlich für 40 Milliarden Dollar mit Immobilien besicherte Anleihen der staatlichen Hypothekenfinanzierer. Das Programm war zeitlich nicht begrenzt worden. Zusammen mit den Käufen im Rahmen von "Twist" und der Wiederanlage von Erlösen aus fällig gewordenen Anleihen erhöhten sich die langfristigen Wertpapierbestände der Fed auf diese Weise monatlich um 85 Milliarden Dollar.

   Die Wiederanlage von Erlösen will die Fed ebenso fortführen wie den Kauf von Hypothekenanleihen, so dass die Bestände an langfristigen Wertpapieren in der Fed-Bilanz auch nach dem Ende von "Twist" Ende des Jahres monatlich um 85 Milliarden Dollar wachsen werden. Nach Mitteilung der New Yorker Fed, des operativen Arms der US-Notenbank, sollen die neuen Staatsanleihekäufe so ausgestaltet werden, dass sie den gleichen Effekt die "Twist" haben. Angesteuert werde eine Restlaufzeit der Staatsanleihen von neun Jahren.

   Im Gegensatz zu "Twist" erhöhen die neuen Staatsanleihekäufe jedoch die Größe der Fed-Bilanz, die in der vergangenen Woche ein Volumen von 2.861 Milliarden Dollar hatte.

   Kontakt zum Autor: hans.bentzien@dowjones.com

   (Mitarbeit: Kristina Peterson and Jon Hilsenrath)

   DJG/hab/bam

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   December 12, 2012 12:51 ET (17:51 GMT)

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