03.05.2013 13:18
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Commerzbank wirft im Bonus-Streit das Handtuch

Fehlende Erfolgsaussichten
Die Commerzbank gibt sich im seit Jahren andauernden Streit um Boni-Zahlungen an ehemalige Investmentbanker von DresdnerKleinwort endgültig geschlagen.
Wegen fehlender Erfolgsaussichten verzichte die Commerzbank auf weitere Schritte, teilte sie am Freitag in Frankfurt mit. "Wir wollen dieses schwierige Kapitel, das viel über die früheren Fehlentwicklungen im Investmentbanking aussagt, nun abschließen, um unseren Blick auf neue Herausforderungen richten zu können", hieß es in der Mitteilung.

    Vergangene Woche hatte ein Berufungsgericht am Londoner High Court die Entscheidung aus erster Instanz bestätigt. Demnach muss die Bank als Rechtsnachfolgerin von DresdnerKleinwort Boni in Höhe von 50 Millionen Euro an mehr als 100 frühere Mitarbeiter ausschütten. Im Jahr 2008 hatte DresdnerKleinwort in London bei einer Zusammenkunft mündlich angekündigt, einen Bonuspool für ihre rund 3.000 Investmentbanker von insgesamt 400 Millionen Euro aufzulegen.

    Dann kam die Finanzkrise und mit ihr Verluste in Höhe von 6,5 Milliarden Euro für das Jahr 2008 bei DresdnerKleinwort. Nur ein kleiner Teil der Banker erhielt den avisierten Bonus, ein anderer Teil nur zehn Prozent davon. 108 Investmentbanker pochten erfolgreich auf die volle Zahlung des Geldes./zb/mmb/jha/

FRANKFURT/LONDON (dpa-AFX)

Bildquellen: Commerzbank AG
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