Von Kirsten Bienk
Die Optikerkette Fielmann hat zwar im dritten Quartal mehr Brillen verkauft und ihre Einnahmen gesteigert. Die hohen Erwartungen der Analysten erfüllte Europas größter Optiker damit aber nicht. Der Markt hatte dem Hamburger Unternehmen sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn noch einen Schnaps mehr zugetraut.
Von Juli bis September reichte Fielmann 100.000 Brillen mehr als im Vorjahr über den Verkaufstisch, insgesamt 1,8 Millionen Sehhilfen. Der Umsatz stieg vor allem dank eines höheren Anteils an teuren Gleitsichtbrillen um rund 5 Prozent auf knapp 286 Millionen Euro. Währungseffekte schmälerten allerdings den Betriebsgewinn und ließen nur noch ein Plus von 1,2 Prozent auf etwas mehr als 54 Millionen Euro übrig.
Unter dem Strich lösten sich diese Verbesserungen ganz auf. Eine höhere Steuerquote reduzierte den Nettogewinn im Vergleich zum Vorjahr um 1,4 Prozent auf knapp 37 Millionen Euro.
In den kommenden Monaten will der Vorstand weitere Niederlassungen eröffnen und seinen Marktanteil bezogen auf Absatz und Umsatz steigern. Üblicherweise gibt das Unternehmen keinen detaillierten Ausblick auf Umsatz und Gewinn. Gegenwärtig beschäftigt Fielmann in 665 Niederlassungen mehr als 14.000 Mitarbeiter.
Die augenoptische Branche in Deutschland ist sehr zersplittert. Bezogen auf den Umsatz ist Fielmann klarer Marktführer. Es folgt Apollo Optik, die der niederländischen Beteiligungsgesellschaft HAL Investment gehört und keine Umsatz- und Gewinnzahlen veröffentlicht. Den restlichen Markt teilen sich viele kleine Einzelhändler.
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November 08, 2012 01:41 ET (06:41 GMT)
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