08.02.2013 15:43
Bewerten
 (1)

Spanische Regierungspartei legt Rechnungen offen

Finanzaffäre
Im Skandal um angebliche schwarze Kassen hat die regierende Volkspartei PP von Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy ihre Rechnungen offengelegt.
Die Partei veröffentlichte am Freitag auf ihrer Website die Rechnungen der Jahre 2008 bis 2011. Das seien alle bisher vorliegenden Zahlen, die vom Rechnungshof noch nicht geprüft worden seien, so die konservative Volkspartei. Die Veröffentlichung beweise, dass die PP "eine sanierte, ehrliche und transparente Partei" sei, meinte der einflussreiche Partei-Abgeordnete Esteban González Pons.

    Der Skandal erschüttert Spanien inmitten einer massiven Wirtschaftskrise. Die renommierte Zeitung "El País" und andere Medien hatte der PP vorgehalten, an den Regierungschef und andere Mitglieder der Parteiführung jahrelang Schwarzgelder gezahlt zu haben. Unter Berufung auf handschriftliche Abrechnungen berichtete das Blatt, fast alle Mitglieder der Parteiführung hätten zwischen 1990 und 2009 neben ihren normalen Gehältern regelmäßig zusätzliche Zahlungen erhalten.

    Gegen den früheren PP-Schatzmeister Luis Bárcenas ermittelt die Justiz in einem Korruptionsskandal, in dem es um Verbindungen zwischen Parteimitgliedern und einem Netz von Unternehmern geht. Aus "geheimen Papieren von Bárcenas" gehe hervor, dass Rajoy pro Jahr rund 25 000 Euro erhalten habe, schrieb "El País". Rajoy räumte eine Affäre "großen Ausmaßes" ein, wies aber alle Beschuldigungen zurück. Er versprach interne Untersuchungen und "höchste Transparenz"./er/DP/jha

MADRID (dpa-AFX)

Bildquellen: matthi / Shutterstock.com
Artikel empfehlen?

Heute im Fokus

DAX schließt in Grün -- Staatsanwaltschaft: Germanwings-Co-Pilot verheimlichte Erkrankung -- US-Börsen leicht im Plus -- Apple, Air Berlin im Fokus

Intel in Gesprächen über Altera-Übernahme. Eurokurs steigt über 1,09 US-Dollar. S&P bestätigt Österreich-Rating. Griechische Regierungskreise: Können Schulden bald nicht mehr zahlen. Dürr-Aktionäre erhalten mehr Dividende. Griechische Reformliste fertig - Sitzung am Abend in Brüssel. Dow Chemical spaltet Großteil seines Chlor-Alkali-Geschäfts ab.
Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

Welches ist das erfolgreichste Geschäftsfeld von Apple?

In diesen Ländern finden Sie leicht Arbeit!

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Wissenswertes rund um die Investorenlegende

Mit welchen Techniken sparen Weltkonzerne Steuern?

10 Patente, die Apple für die Zukunft bereithält

Welche Aktien zählt Warren Buffet zu seinem Portfolio?

Die wundersame Welt von Google

mehr Top Rankings

Umfrage

Berichte über Probleme im Zusammenhang mit der Einführung des Mindestlohns hält Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft für aufgebauscht. Wie stehen Sie zu diesem Thema.