22.04.2013 08:12
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Finanzaufsicht will Offshore-Geschäfte deutscher Banken prüfen

Geschäft in Steueroasen
Die Finanzaufsicht Bafin will die Geschäfte deutscher Banken für Steuersparer in Übersee genauer unter die Lupe nehmen.
"Wir werden eine Erhebung unter den Banken zu ihren Geschäften in Steueroasen starten. Die Institute müssen uns erläutern, was genau sie dort machen - und mit wem sie da Geschäfte abschließen", sagte der Exekutivdirektor der Bankenaufsicht, Raimund Röseler, der "Süddeutschen Zeitung".

    Röseler interessiert sich besonders für jene Geschäfte, die von den Banken als Vermögensverwaltung bezeichnet werden. "Da finden Sie dann die ganz Reichen dieser Welt. Aber was sich dahinter wirklich verbirgt, wollen wir jetzt genau wissen."

    Zudem stellte er klar, dass die Untersuchungen wegen des Verdachts der Manipulation des Referenzzinssatzes Libor noch andauern. Unter anderem hat die Behörde dabei die Deutsche Bank im Visier.

    Meldungen, es werde von der Europäischen Bankenaufsicht EBA bald einen neuen und härteren Stresstest geben, widersprach Röseler vorerst: "Nein, das steht noch nicht fest, wir werden im Mai darüber entscheiden." Der Stresstest werde aber völlig anders laufen als die vergangenen. "Wir werden keine Szenarien mehr durchspielen, die eine Bank beim Test entweder besteht oder nicht", sagte Röseler. Deshalb werde es möglicherweise auch weniger Vergleichbarkeit geben./and/DP/he

BERLIN (dpa-AFX)

Bildquellen: Alex Hubenov / Shutterstock.com
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