zuletzt aktualisiert: 03.02.2010 12:28
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PREISVERLEIHUNG

Die lange Nacht der Goldenen Bullen



Begehrte Preise: Die Goldenen Bullen
Zum 17. Mal fand in München die Finanzennacht von Euro, Euro am Sonntag und Fonds & Co. statt. Vor rund 500 Gästen wurden elf "Goldene Bullen" verliehen - unter anderem an Fondsmanager Edouard Carmignac und Audi-Chef Rupert Stadler.

Es ist jedes Jahr Ende Januar ein Stelldichein des Who is Who der deutschen Finanzszene, wenn die Axel Springer Financial Media GmbH (ASFM) zur Finanzennacht nach München einlädt. Am Freitag abend war es wieder soweit. In der alten Kongresshalle gaben sich Fondsmanager, Vermögensverwalter, Unternehmenslenker und Versicherungs-Chefs die Hand, um bei der Verleihung der "Goldenen Bullen" für ausgezeichnete Leistungen in ihre Metier dabei zu sein.


Die Preisverleihung der Goldenen Bullen
Zu den Gästen zählten Audi-Chef Rupert Stadler ("Unternehmer des Jahres") und Edouard Carmignac ("Fondsmanager des Jahres"). Moderiert wurde der Abend durch ASFM-Geschäftsführer Frank-B. Werner, die Begrüßung erfolgte durch Andreas Wiele, Springer-Vorstand für die "Bild"-Gruppe und die Zeitschriften.

Unternehmer des Jahres: Rupert Stadler, Audi AG


Unternehmer des Jahres: Rupert Stadler, Vorstandsvorsitzender der Audi AG
Rupert Stadler ist so etwas wie der Shootingstar in der deutschen Automobilbranche. Seit Januar 2007 ist der 46-Jährige Vorstandsvorsitzender der Audi AG und seit vergangenen November auch im Vorstand der Konzernmutter Volkswagen vertreten. Längst wird offen spekuliert, dass Stadler eines Tages Martin Winterkorn beerben und Vorstandschef bei Volkswagen wird. Zuzutrauen ist es ihm. Zwar ging im vergangenen Jahr im Zuge der allgemeinen Krise auch bei Audi der Autoabsatz zurück. Doch das Minus von „nur“ rund 5,4 Prozent ließ aufhorchen und fiel deutlich geringer aus als bei den direkten Wettbewerbern Mercedes-Benz und BMW. "Die Leser von Euro und Euro am Sonntag honorieren mit ihrer Wahl vor allem die klare Strategie, die ehrgeizigen Ziele und die Effizienzsteigerung, die er auch in schwierigen Zeiten konsequent verfolgt", sagte ASFM-Geschäftsführer Werner. Der Audi-Chef nahm die Ehrung erfreut entgegen, sah dies aber vor allem als Lob für seine Mitarbeiter: „Sie sind es, die durch ihr Engagement und ihre Kreativität dafür gesorgt haben, dass Audi heute so gut dasteht." Stadler versprach, dass Audi auch in Zukunft "rattenscharfe Autos" herstellen werde.

Fondsmanager des Jahres: Edouard Carmignac, Carmignac


Fondsmanager des Jahres 2010: Edouard Carmignac
Wer einen exzellenten Aktien- oder Mischfonds sucht, dessen Blick fällt fast unweigerlich nach Frankreich – zu Edouard Carmignac. Der 62-jährige Chef der Pariser Fondsboutique Carmignac Gestion erzielte mit dem ­globalen Aktienfonds Carmignac Investissement und dem Mischfonds ­Carmignac Patrimoine auf Sicht von fünf, zehn und 15 Jahren in seinen Anlageklassen die ­jeweils höchsten Renditen. Ein würdiger Sieger.
 

Fondsgesellschaft des Jahres: Reinhard Berben, Franklin Templeton


Reinhard Berben (rechts) zusammen mit Holger Wiedemann, Chefredakteur von €uro.
Seit sechs Jahren ist Reinhard Berben Geschäftsführer von Franklin ­Templeton in Deutschland. Nun hat er die Ehre, für die Leistungen seiner Fondsmanager einen ­Goldenen Bullen in Empfang nehmen zu dürfen. Sein Haus heimste im Verhältnis zu den Fonds, die es in Deutschland ­vertreibt, die meisten Auszeichnungen (FundAwards) ein und hat damit die erfolgreichste Fondspalette der großen Gesellschaften.

LBBW Ass. Management, Michael Trauth


Michael Trauth (li.) und ASFM-Geschäftsführer Frank-B. Werner
Die Fondsmanager der LBBW Asset Management dürfen unabhängig von Vergleichsindizes sehr flexibel agieren. Und das taten sie im vergangenen Jahr mit großem Geschick: Sieben von 20 Fonds der Schwaben erhielten einen FundAward. Kein anderer der kleinen Anbieter war erfolgreicher. Michael Trauth, Kopf der Stuttgarter Strategen, darf zu Recht auf die ­Auszeichnung mit einem Goldenen Bullen stolz sein. Rechts am Pult: Dr. Frank-B. Werner, Geschäftsführer der ASFM.

Fondsinitiator des Jahres: Dr. Peters GmbH, Jürgen Salamon


Jürgen Salamon von der Dr. Peters GmbH
Er ist Spezialist für Dickschiffe. Ob zu Wasser oder in der Luft, der „Tankerkönig aus Dortmund“, wie ihn Branchenkenner respektvoll nannten, ist längst zum un­angefochtenen Marktführer unter den Initiatoren für ­Geschlossene Flugzeugfonds avanciert. Sechs von ­bisher elf Flugzeug­beteiligungen strukturierte der pas­sionierte Hobbyflieger Salamon um den A380, den ­Obelix der Lüfte.

Fondsinnovation des Jahres: Silk Road Income Fund, Zin Bekkali


Neben Geschäftsführer Bekkali (li.) ist zu sehen: Chairman Heinz Hockmann.
Die Londoner Silk Invest Limited ist das erste Fondshaus, das sich auf ­Anleihen einer der letzten unerschlossenen Wachstumsregionen der Welt konzentriert: die Länder entlang der historischen Seidenstraße. Silk-­Invest-Chef Zin Bekkali und sein Team können aus mehr als 4000 Zinstiteln aus 27 Ländern auswählen. Auf lange Sicht soll der Fonds Jahres­renditen von 15 bis 20 Prozent abwerfen.

Innovativstes Derivatehaus des Jahres: HSBC Trinkaus, Heiko Weyand


Heiko Weyand von HSBC (re.) mit ASFM-Geschäftsführer Frank-B. Werner und Sabrina Kossmann von Scoa
Das Derivatehaus glänzt durch hohe Transparenz: So wies HSBC Trinkaus als einer der ersten Emittenten alle Gebühren bei währungsgesicher­ten Strukturen aus. 2009 brachten die Düsseldorfer die ersten Intraday-Produkte auf den Markt. Der Lohn: Eine unabhängige, 15-köpfige Jury kürte HSBC Trinkaus zum „Innovativsten Derivatehaus des Jahres“. Das dürfte nicht nur Heiko Weyand, Leiter des Zertifikatemarketings, freuen.

ETF-Haus des Jahres: db x-trackers, Thorsten Michalik


Thorsten Michalik (rechts) mit dab-Vorstand Markus Walch
„An ETFs kommt kein Anleger vorbei“, sagt Thorsten Michalik, Chef der Deutsche-Bank-Tochter db x-trackers. An Nachfrage mangelt es dem ­Anbieter börsengehandelter Fonds in der Tat nicht: Fast fünf Milliarden Euro sammelte die Gesellschaft im vergangenen Jahr europaweit ein. Auch 2010 beginnt glänzend für die Frankfurter: Eine 25-köpfige Fachjury wählte db x-trackers zum besten ETF-Haus in Deutschland.

Vermögensverwalter des Jahres: Laransa AG, Andreas Leckelt


Vermögensverwalter des Jahres: Andreas Leckelt von der Laransa AG
Ein alter Bekannter bei der Nacht der Goldenen Bullen ist Andreas ­Leckelt, Vorstand des Berliner Vermögensverwalters Laransa. Bereits 2005 wurde er als „Finanzberater des Jahres“ geehrt. Im vergangenen Jahr nun konnte er sich bei der von €uro-fondsxpress veranstalteten Fonds-Meisterschaft gegen 21 Konkurrenten durchsetzen. Beständige Wertarbeit zahlt sich eben aus.

Finanzberater des Jahres: fikon Finanz-Konzepte, Wilfried Stubenrauch


Finanzberater des Jahres: Wilfried Stubenrauch mit Vertretern der Sponsoren.
Wer „Finanzberater des Jahres“ werden will, muss in The­orie und Praxis überzeugen. Denn je zur Hälfte fließen Performance und (niedrige) Volatilität eines über sechs Monate geführten Depots sowie die Ergebnisse eines Wissenstests in die Bewertung ein. 2009 löste Wilfried Stubenrauch die Aufgaben am besten und darf sein Büro nun mit einem Goldenen Bullen schmücken.

Versicherungsinnovation des Jahres: Cosmos Direkt, Peter Stockhorst


Peter Stockhorst, Cosmos Direkt
Über die Auszeichnung für das innovativste Versicherungsprodukt darf sich der Chef des Direktversicherers Cosmos Direkt, Peter Stockhorst, freuen. Der Konto-Schutzbrief deckt als erstes Versicherungsprodukt auf dem Markt ­finanzielle Schäden ab, die beim Missbrauch von EC- oder ­Kreditkarten sowie beim Onlinebanking entstehen und für die das Geldinstitut nicht aufkommt.

Und so wurde gefeiert: hier klicken

Bildquellen: Axel Griesch, Axel Griesch, Axel Griesch, Axel Griesch, Axel Griesch, Julian Mezger, Axel Griesch, Denise Vernillo, Axel Griesch, Axel Griesch, Denise Vernillo, Axel Griesch, Julian Mezger, Julian Mezger, Julian Mezger, Axel Griesch, Denise Vernillo
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