13.11.2012 11:32

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FINANZEXPERTEN IN SORGE

Deutschland: ZEW-Konjunkturerwartungen trüben sich überraschend ein


Die Zuversicht deutscher Finanzexperten hat sich im November überraschend eingetrübt.

Die ZEW-Konjunkturerwartungen sanken um 4,2 Punkte auf minus 15,7 Zähler, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag in Mannheim mitteilte. Volkswirte hatten hingegen mit einem Anstieg auf minus 10,0 Punkte gerechnet. Die Beurteilung der aktuellen Lage sank um 4,6 Punkte auf 5,4 Zähler und damit stärker als erwartet.

     Der jüngste Rückgang der Konjunkturerwartungen folgt auf zwei Anstiege in Folge. Das ZEW führt die schlechtere Stimmung vor allem auf Frühindikatoren wie die Auftragseingänge in der Industrie zurück, die zuletzt schwach ausgefallen waren. "Die im Euroraum vorherrschenden rezessiven Entwicklungen strahlen über den Außenhandels- und Vertrauenskanal auf die deutsche Volkswirtschaft aus. Dies dürfte die Konjunktur in Deutschland in den nächsten sechs Monaten belasten", sagte ZEW-Präsident Wolfgang Franz.

 

MÄRKTE REAGIEREN NEGATIV

    Die Entwicklung in der Eurozone fällt etwas moderater als in Deutschland aus. Der Erwartungsindex sinkt leicht um 1,2 Punkte auf minus 2,6 Zähler, die Lagekomponente gibt geringfügig um 0,9 Punkte auf minus 80,3 Zähler nach.

     Die Finanzmärkte reagierten negativ auf die Umfrageergebnisse: Der Euro fiel nach der Veröffentlichung auf sein Tagestief bei 1,2662 US-Dollar, der Dax weitete seine Verluste aus. Sichere Anlagen wie deutsche Staatsanleihen erhielten Zulauf.

    MANNHEIM (dpa-AFX)

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Kommentare zu diesem Artikel

khaproperty schrieb:
14.11.2012 18:36:09

Daran ist überhaupt nichts überraschend. Das ist eine Selbstverständlichkeit für jeden halbwegs intelligenten Beobachter der Szene - seit mehreren Jahren bereits, weil das staatlich angefachte Strohfeuer erlöschen mußte. Nun ist es soweit.

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