Nach Informationen der Wochenzeitung "Die Zeit" wird sich der frühere Finanzminister Peer Steinbrück in seinem Konzeptpapier zur Regulierung der Finanzmärkte für eine organisatorische Trennung der Handelsaktivitäten vom klassischen Bankgeschäft aussprechen.
Das Papier soll am kommenden Dienstag in der Bundestagsfraktion der SPD vorgestellt und danach veröffentlicht werden. Steinbrücks Ziel ist es, das Risiko zu verringern, dass der Staat bei Fehlspekulationen der Investmentbanker eingreifen muss, um Sparguthaben und Kreditversorgung zu schützen. Durch das Holdingmodell soll zugleich gewährleistet werden, dass die Deutsche Bank ihre Finanzprodukte aus einer Hand anbieten kann. Dies wäre bei einer radikalen Zerschlagung nicht der Fall.
In den vergangenen Wochen haben parteiintern zwei Arbeitsgruppen an dem Konzept gearbeitet. Eine wurde von dem hessischen Parteichef Thorsten Schäfer-Gümbel geleitet. Ihr gehören Fachleute aus der Finanzbranche und Wissenschaftler an - darunter der frühere Bundesbankvorstand Hans-Helmut Kotz und sein Nachfolger Joachim Nagel. Eine zweite Runde ist bei Steinbrück angesiedelt, sein engster Berater ist Rainer Stollhoff, ebenfalls ein ehemaliger Bundesbanker.
DJG/chg Dow Jones Newswires
Bildquellen: Deutsche Bank AG