01.02.2013 17:02
Bewerten
 (4)

EU hofft auf 34 Milliarden Euro Einnahmen aus Finanzsteuer

Finanztransaktionssteuer
Die geplante europäische Finanzsteuer soll den elf teilnehmenden EU-Ländern 34 Milliarden Euro Einnahmen bringen.
Das geht aus einem Entwurf der EU-Kommission hervor, der der Deutschen Presse-Agentur dpa vorliegt. "Schätzungen gehen davon aus, dass sich die Einnahmen der Steuer je nach Marktreaktionen auf jährlich 34 Milliarden Euro in allen Teilnahmestaaten belaufen würden", schreiben EU-Experten darin. Dies würde den teilnehmenden Staaten "einen Strom an Einnahmen sichern".

    Laut Entwurf soll die Finanzsteuer im Januar 2014 in Kraft treten. Die Abgabe soll grundsätzlich alle Finanztransaktionen umfassen. Geschäfte mit Aktien und Anleihen sollen demnach mit 0,1 Prozent und solche mit spekulativen Finanzprodukten mit 0,01 Prozent besteuert werden. Dies hatte die EU-Kommission 2011 in ihrem ersten Entwurf für alle 27 EU-Länder ebenso vorgeschlagen.

   EU-weit scheiterte das Vorhaben am Widerstand der Briten und Schweden. In der gesamten EU hätte die Steuer Einnahmen von rund 57 Milliarden Euro jährlich gebracht. Ihren neuen Vorschlag will die Kommission am 14. Februar präsentieren.

    In der vergangenen Woche hatten die EU-Staaten den Weg für den Alleingang von elf Ländern zur Einführung der Finanztransaktionssteuer frei gemacht. Die EU-Finanzminister hatten das Vorangehen gebilligt. Europa ist damit die erste Region der Welt, wo diese umstrittene Steuer auf Finanztransaktionen eingeführt wird. Deutschland und Frankreich setzten sich für das Prestigevorhaben ein, um den Finanzsektor an den Kosten der Finanzkrise angemessen zu beteiligen.

   Teilnehmer sind auch Österreich, Belgien, Estland, Griechenland, Italien, Spanien, Portugal, Slowakei und Slowenien. Die Niederlande überlegen noch, ob sie mitmachen wollen./mt/is/sl/DP/bgf

BRÜSSEL/BERLIN (dpa-AFX)

Bildquellen: Borislav Bajkic / Shutterstock.com
Artikel empfehlen?
Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Anzeige

Heute im Fokus

DAX schließt über 2 Prozent fester -- US-Börsen uneinheitlich -- Starkes Box-IPO: Erstkurs bei 20,20 Dollar -- Tele Columbus-Börsengang erfolgreich -- GE, Twitter im Fokus

Von der Leyen macht Airbus schwere Vorwürfe. EZB Coeure: Anleihekäufe nicht begrenzt. IPO: Aena geht am 11. Februar an die Börse. McDonald's plant weniger neue Filialen nach tristem Jahr. ifo-Chef Sinn kritisiert EZB-Anleihenprogramm.
Hier sollten Sie ihr Geld nicht anlegen!

Hier können Sie ihr Geld anlegen!

Diese Aktien sind auf den Verkauflisten der Experten

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Welche Titel entwickelten sich im Jahr 2014 am besten?

Diese Artikel waren auf finanzen.net 2014 am beliebtesten

Hier ist der Schuldenstand besonders hoch

Mit welchen Techniken sparen Weltkonzerne Steuern?

Welche Aktien zählt Warren Buffet zu seinem Portfolio?

mehr Top Rankings

Umfrage

Depot, Urlaub & Co: Sind Sie direkt von der Abkopplung des Schweizer Franken vom Euro betroffen?