18.12.2012 05:42
Bewerten
 (0)

Obama bewegt sich in US-Budgetstreit auf Republikaner zu

Fiskalklippe USA
Bewegung im US-amerikanischen Budgetstreit: Präsident Barack Obama ist offenbar bereit, von einer seiner Kernforderung abzurücken.
Bei seinem Plan einer höheren Einkommenssteuer könne er sich jetzt eine Grenze von mehr als 400.000 Dollar Jahreseinkommen vorstellen, erfuhr die Nachrichtenagentur Bloomberg am Dienstag von einer mit der Angelegenheit vertraute Person. Bislang hatte Obama immer eine höhere Steuern für alle Bürger mit einem Einkommen von mehr als 250.000 Dollar pro Jahr gefordert. Dies war auch eines seiner Kernthemen im Wahlkampf vor seiner Wiederwahl

     Die Republikaner lehnen offiziell jegliche Erhöhung ab, sind aber Berichten zufolge zu höheren Steuern ab einem Jahreseinkommen von mehr als einer halben Million Dollar bereit. Die neue Grenze habe Obama am Montag dem Republikanerführer im Kongress, John Boehner, in einem Gespräch gemacht. Obama und Boehner hatten sich am Montag zum dritten Mal in neun Tagen getroffen und 45 Minuten miteinander gesprochen. Die Einnahmen durch Steuern sollen den neuen Obama-Plänen zufolge um 1,2 Billionen steigen, berichtete Bloomberg.

     Bei den geplanten Kürzungen im Haushalt sei Obama jetzt zu insgesamt 1,22 Billionen inklusive niedrigeren Zinsenausgaben für die Staatsschulden bereit. Das wäre mehr als bisher bislang von ihm vorgeschlagen. Vor allem die Sozialausgaben sollen nicht mehr so hoch ausfallen. Auch das wäre ein Zugeständnis an die Republikaner zu. Ein Sprecher von Boehner bezeichnete die neuen Vorschläge von Obama als einen "Schritt in die richtige Richtung", aber noch nicht ausgewogen.

  Beide Lager teilten am Montag mit, dass die Verhandlungen weitergehen. Regierung und Opposition müssen bis Jahresende einen Kompromiss finden, ansonsten treten Etatkürzungen und Steuererhöhungen im Umfang von 600 Milliarden Dollar in Kraft. Experten warnen, dies könne die Vereinigten Staaten in eine Rezession stürzen. US-Notenbankchef Ben Bernanke hatte in der vergangenen Woche gewarnt, die Fiskalklippe stelle eine echte Gefahr für die Wirtschaft dar.

    WASHINGTON (dpa-AFX)

Bildquellen: Torian / Shutterstock.com, Nagy-Bagoly Arpad / Shutterstock.com
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Vier Aktien für den langfristigen Vermögensaufbau:
In der neuen Ausgabe des Anlegermagazins werden vier Aktien vorgestellt, die sich aus Sicht der Redaktion für den langfristigen Vermögensaufbau eignen. Sicherheit allein war nicht das entscheidende Kriterium. Es ging auch darum, Aktien von Unternehmen auszuwählen, die aufgrund ihrer Wettbewerbsstellung aussichtsreich erscheinen und die dennoch große Wachstumschancen bieten.

Heute im Fokus

DAX geht mit Plus ins Wochenende -- Dow: Yellen-Effekt verpufft -- US-Wirtschaft wächst schwach -- VW will wohl Milliarden in Batteriefabrik für E-Autos investieren -- SGL, Google und Oracle im Fokus

Bank of America versucht erneut Kreditkartentochter MBNA zu verkaufen. Monsanto-Managern winkt Millionen-Regen bei Übernahme. Air France tankt nach Sprit-Protesten mehr im Ausland. EU verschärft erneut Sanktionen gegen Nordkorea. Aktionäre von DMG Mori sollen Abfindung von 37,35 Euro erhalten. Yellen: Leitzinserhöhung in den kommenden Monaten angemessen. BMW & Co.: Autobauer rufen in den USA Millionen Wagen zurück.
Welche Marke ist die teuerste?
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
In welcher Metropolregion leben am meisten Menschen?

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Diese Unternehmen sind fantastisch erfolgreich
IT-Gründer ohne Technik-Know-How
Welcher amerikanische Investor ist am vermögendsten?
Wer hatte das größte Emissionsvolumen?
Diese Top 20 haben zur Verbessung der Welt beigetragen
mehr Top Rankings

Umfrage

Bundeskanzlerin Merkel hält trotz aller Kritik am umstrittenen Flüchtlingspakt mit der Türkei fest. Wie bewerten Sie dessen Chancen?