Fitch moniert Ergebnisse des EU-Gipfels
Die Ratingagentur Fitch hält die Ergebnisse des zweitägigen EU-Gipfels für unzureichend und zu langsam. Die Verzögerungen beim Aufbau einer echten Währungsunion erhöhten das Risiko, dass nötige Reformen nicht umgesetzt werden. "Das könnte die Glaubwürdigkeit der Beschlüsse seitens der EU-Entscheider beschädigen und die Verwundbarkeit der Eurozone erhöhen", heißt es in einer Fitch-Erklärung.
Die Verzögerungen steigern nach Einschätzung der Kreditwächter den Druck auf die EU-Staats- und Regierungschefs, beim nächsten Treffen im Dezember substanzielle Beschlüsse zu liefern. Kurzfristig sei die Situation durch verschiedene Maßnahmen zu handhaben, zum Beispiel durch die Entscheidung der EZB, unbegrenzt Staatsanleihen zu kaufen. Die Experten der Ratingfirma rechnen damit, dass bis zu einer funktionierenden Bankenaufsicht noch eine beträchtliche Strecke vor der Eurozone liegt. Sie erwarten, dass die Umsetzung noch ein Jahr dauern wird.
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October 19, 2012 13:10 ET (17:10 GMT)
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