14.03.2013 12:31
Bewerten
(0)

K+S bestätigt nach schwachem Jahr Prognosen

Flaue Düngernachfrage: K+S bestätigt nach schwachem Jahr Prognosen | Nachricht | finanzen.net
Flaue Düngernachfrage
Der Düngemittel- und Salzproduzent K+S hat nach einem eher enttäuschenden Jahr seine Prognosen für 2013 bestätigt.
"Alles in allem gehen wir im laufenden Jahr von einer leichten Erhöhung des Umsatzes und des operativen Ergebnisses aus", sagte K+S-Chef Norbert Steiner am Donnerstag in Frankfurt. Auch der bereinigte Gewinn dürfte 2013 leicht zulegen. Er bestätigte damit frühere Aussagen. Dies sorgte am Finanzmarkt für Erleichterung. Einige Marktteilnehmer hatten eine Senkung der Prognose erwartet. Für 2014 bestünden ebenfalls Chancen für eine leichte Steigerung von Umsatz und Ergebnis, sagte Steiner. Hohe Preise für Agrargüter und die wachsende Weltbevölkerung blieben Treiber. 2012 sorgte ein schwaches Salzgeschäft aber für einen überraschend deutlichen Umsatz- und Gewinnrückgang.

Am Markt kam insbesondere die bestätigte Prognose für 2013 gut an. Die Aktien legten in einem festen Markt um 3,61 Prozent auf 37,36 Euro zu und waren damit einer der stärksten Werte im Dax. Einige Analysten hatten vor Veröffentlichung der Bilanz mit einer Senkung der Prognose für 2013 gerechnet. Vor diesem Hintergrund zeigten sie sich nun erleichtert und insgesamt positiv überrascht. Der Ausblick für 2014 liege allerdings im Rahmen der Erwartungen, erklärte ein Händler. Aus Sicht von Commerzbank-Analyst Lutz Grüten fiel vor allem die Profitabilität im Düngergeschäft erfreulich aus. Mit seinen Kennzahlen 2012 blieb der Konzern insgesamt etwas hinter den Erwartungen der Analysten und auch der eigenen Prognose zurück.

POSITIVER GESCHÄFTSVERLAUF 2013 ERWARTET

Für das laufende Jahr rechnet Steiner mit einem positiven Geschäftsverlauf. Im Salzgeschäft sei allein aufgrund der winterlichen Verhältnisse zu Beginn des Jahres eine "spürbare Erhöhung" der Absatzmenge auf gut 22 Millionen Tonnen zu erwarten. Im vergangenen Jahr war der Absatz mit 17,6 Millionen Tonnen wegen des milden Winters unterdurchschnittlich gewesen. Bei Kali- und Magnesiumprodukten sollte nach den wichtigen Vertragsabschlüssen in China und Indien ein Absatz auf dem hohen Niveau des Vorjahres von rund sieben Millionen Tonnen erzielt werden. Dabei sei allerdings ein niedrigeres Durchschnittspreisniveau zu erwarten.

Ein schwaches Salzgeschäft und niedrigere Kalipreise sorgten im abgelaufenen Geschäftsjahr für einen kräftigen Gewinnrückgang. Steiner sprach dennoch von einem "erfolgreichen" Geschäftsjahr, wobei man mit dem Salzgeschäft nicht zufrieden sein könne. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und vor Bewertungsveränderungen von Derivaten (EBIT I) ging im Konzern um knapp elf Prozent auf 808,5 Millionen Euro zurück. Beim Umsatz federten Zuwächse im Kaligeschäft den Rückgang ab. Insgesamt ergab sich hier ein Minus von 1,5 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro. Dabei sind die verkauften Stickstoffaktivitäten in den Vorjahreswerten nicht enthalten. Der bereinigte Gewinn sank um knapp 14 Prozent auf 540,8 Millionen Euro.

DIVIDENDE FÜR 2012 ERHÖHT

Trotz des Gewinnrückgangs lockt K+S die Aktionäre mit einer für 2012 auf 1,40 (1,30) Euro je Aktie erhöhten Dividende. Grund sind Erlöse von rund 100 Millionen Euro aus dem Verkauf des Stickstoffdünger-Geschäfts an die russische Gesellschaft EuroChem. Für das laufende Jahr rechnet der Konzern aber mit einem Rückgang der Dividende, da die Verkaufserlöse wegfallen. Erst für 2014 stellte Steiner eine wieder höhere Ausschüttung in Aussicht.

Im vierten Quartal führte das Ausbleiben der Vertragsabschlüsse der nordamerikanischen und russischen Kaliproduzenten mit chinesischen und indischen Abnehmern zu einem globalen Rückgang der Kalipreise. Inzwischen sind die Abschlüsse erfolgt und der Preis hat sich auf niedrigem Niveau stabilisiert. Im Gegensatz zu den Wettbewerbern ist K+S in Asien nur ein kleiner Spieler. Deshalb war K+S von der Kaufzurückhaltung in China und Indien weniger stark betroffen als manche Wettbewerber. Im Salzgeschäft sorgte das in Westeuropa Ende November einsetzende Winterwetter im vierten Quartal zu einem insgesamt durchschnittlichen Start in die Saison. In den USA sowie in Kanada reichte das spät im Dezember einsetzende Winterwetter aber nicht für eine durchschnittliche Entwicklung aus. Der Konzern hat mit Düngemitteln und Salz zwei Standbeine.

In Kanada baut K+S derzeit eine neue Kaliproduktion auf. Ein Großteil der Investitionen fließt dorthin. Insgesamt investierte K+S 2012 fast eine halbe Milliarde Euro. Steiner sprach mit Blick auf Kanada von "ordentlichen Fortschritten" im vergangenen Jahr. Ende 2015 solle die Produktion im kanadischen Saskatchewan wie vorgesehen anlaufen. In der ersten Ausbauphase 2017 solle die Zwei-Millionen-Tonnen-Marke erreicht werden. Langfristig will Steiner die Produktion dort auf jährlich maximal vier Millionen Tonnen erhöhen. Derzeit fördert K+S vor allem in Europa rund 7,5 Millionen Tonnen Kali.

(KASSEL) dpa-AFX

Bildquellen: K+S
Anzeige

Aktuelle Zertifikate von

NameTypWKNHebel
Open End Turbo auf K+SNG1560

Nachrichten zu K+S AG

  • Relevant
  • Alle
    1
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?
Zuversichtlicher Ausblick
K+S-Aktie steigt: Optimismus des Konkurrenten Potash steckt Aktionäre von K+S an
Ein optimistischerer Jahresausblick des Düngerkonzerns Potash hat am Donnerstag auch den Aktien des deutschen Konkurrenten K+S Rückenwind geliefert.
24.04.17
DGAP-DD: K+S AG (EQS Group)
24.04.17
DGAP-DD: K+S AG (EQS Group)

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu K+S AG

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
24.04.2017K+S SellGoldman Sachs Group Inc.
19.04.2017K+S SellUBS AG
12.04.2017K+S market-performBernstein Research
07.04.2017K+S SellBaader Bank
04.04.2017K+S market-performBernstein Research
28.03.2017K+S buyKepler Cheuvreux
17.03.2017K+S buyCommerzbank AG
16.03.2017K+S buyHauck & Aufhäuser Privatbankiers KGaA
16.03.2017K+S buyKepler Cheuvreux
16.03.2017K+S buyCommerzbank AG
12.04.2017K+S market-performBernstein Research
04.04.2017K+S market-performBernstein Research
30.03.2017K+S market-performBernstein Research
20.03.2017K+S HoldWarburg Research
17.03.2017K+S HaltenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
24.04.2017K+S SellGoldman Sachs Group Inc.
19.04.2017K+S SellUBS AG
07.04.2017K+S SellBaader Bank
30.03.2017K+S SellDeutsche Bank AG
21.03.2017K+S SellUBS AG

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für K+S AG nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

SAP - Digitalisierung ist eine Goldgrube!

Das Softwarehaus aus Walldorf dominiert den globalen Markt für Unternehmenssoftware. Selbst das innovative Silicon Valley kann den Deutschen nicht das Wasser reichen. Das hat mittlerweile auch die Wall Street erkannt. Der DAX-Titel befindet sich auf Rekordjagd. Immer mehr US-Investoren springen auf. Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, wie die Digitalisierung die Aktie antreibt und warum SAP für Trader und Investoren interessant ist.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX stabil erwartet -- Asiens Börsen im Minus -- Amazon startet mit kräftigem Gewinnsprung ins Geschäftsjahr -- Microsoft verfehlt Erwartungen -- Alphabet-Aktie zieht nachbörslich kräftig an

Linde startet gut ins Jahr. Nemetschek mit rasantem Jahresstart. Intel profitiert von besserer Lage am PC-Markt. UBS verdient deutlich mehr als erwartet. Starbucks-Aktie fällt nachbörslich nach Quartalszahlen. So könnte Trumps Steuerreform den Dow Jones auf 30.000 Punkte treiben.

Top-Rankings

KW 16: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
EU-Vergleich der Arbeitskosten 2016
So viel kostet eine Stunde Arbeit in Europa
KW 16: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Metropolen der Superreichen
In diesen Städten leben die meisten Milliardäre
Utopische Summen
Die teuersten Fußballtransfers der Saison 2016/17
Verdienst der DAX-Chefs
Das verdienten die DAX-Bosse 2016
Das Vermögen dieser Milliardäre ist seit der Trump-Wahl am stärksten gewachsen
Wer profitierte am stärksten?
Das sind die exotischsten Börsenplätze der Welt
Klein aber oho?
mehr Top Rankings

Umfrage

Nach hundert Tagen im Amt istTrump der unbeliebteste US-Präsident der modernen Geschichte. Sind Sie mit Donald Trump zufrieden?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
CommerzbankCBK100
Munich Re SE (ex Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG)843002
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
BASFBASF11
BayerBAY001
AURELIUSA0JK2A
AIXTRON SEA0WMPJ
Lufthansa AG823212
Allianz840400
Apple Inc.865985
BMW AG519000
Deutsche Telekom AG555750
Nordex AGA0D655