Wien (aktiencheck.de AG) - Die Flughafen Wien AG hat aufgrund von Sondereffekten eine Gewinnwarnung ausgesprochen.
Wie der österreichische Flughafenbetreiber am Freitag mitteilte, betreffen die Wertberichtigungen und Einmaleffekte von insgesamt rund 74 Mio. Euro den Skylink, die Beteiligung am Flughafen Kosice, ein Bestandsobjekt am Flughafen sowie Rückstellungen für Altersteilzeit. Diese Einmaleffekte beeinflussen die Ergebnisentwicklung im dritten Quartal 2011 negativ, das vorläufige Periodenergebnis reduziert sich somit auf rund 20 Mio. Euro. Dessen ungeachtet entwickelt sich die Gesellschaft operativ positiv, das Verkehrswachstum zum dritten Quartal betrug 7,5 Prozent.
Der Vorstand setzt weitere Schritte zur Steigerung der Ertragskraft und kürzt den Investitionsplan bis 2015 um rund 70 Mio. auf nunmehr 590 Mio. Euro. Neben Streichung bzw. Kostenreduktion bei einzelnen Vorhaben reduzieren sich die maximalen Kosten für den Skylink auf 770 Mio. Euro, bei dem neben Kostenreduktionen zusätzlich Risikovorsorgen aufgelöst werden können. Aus diesen Effekten ergibt sich mittelfristig ein geringerer Finanzierungsbedarf, was sich positiv auf den Verschuldungsgrad des Unternehmens auswirken wird.
Die Aktie von Flughafen Wien notiert aktuell mit einem Minus von 2,54 Prozent bei 29,91 Euro. (18.11.2011/ac/n/a)