27.11.2012 18:11
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Jüngste Griechen-Hilfe kostet Deutschland 730 Millionen Euro

Folgen der Schuldenkrise
Das jüngste Hilfspaket für Griechenland belastet den Bundeshaushalt im kommenden Jahr mit rund 730 Millionen Euro.
Wie Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) bei einer Pressekonferenz in Berlin sagte, entsteht diese Summe aus der Weitergabe von Gewinnen aus dem Anleihe-Kaufprogramm der Europäischen Zentralbank (EZB) und aus der Ermäßigung von Zinsen für das Land.

  "Es sind 599 Millionen Euro, die auf Deutschland aus den 2012 entstandenen Gewinnen entfallen", sagte der Finanzminister. Mit den Vereinbarungen ist nach Schäubles Worten zudem ein Verzicht auf bisherige Gewinne der KfW Bankengruppe aus den Zinseinnahmen in Höhe von 130 Millionen Euro verbunden.

  Die Euro-Finanzminister hatten sich in der Nacht zum Dienstag auf ein umfassendes Hilfspaket für Griechenland geeinigt, mit dem in den kommenden Wochen insgesamt 44 Milliarden Euro an das Land fließen sollen. Im Zentrum steht ein Schuldenrückkaufprogramm, das die Voraussetzung für die Hilfen sein soll, ein Zinserlass und ein Verzicht der EZB auf Gewinne aus dem Verkauf ihrer griechischen Staatsanleihen. Die Erlöse sollen stattdessen direkt wieder Athen zufließen.

   Die Vereinbarung zwischen dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und den Euro-Staaten sieht vor, dass Griechenlands Schuldenstand bis 2020 mindestens auf 124 Prozent der Wirtschaftsleistung sinkt. Im nächsten Jahr wird er bis auf 190 Prozent steigen.

   Kontakt zum Autor: andreas.kissler@dowjones.com   DJG/ank/chg Dow Jones Newswires BERLIN

Bildquellen: iStock/PanosKarapanagiotis, telesniuk / Shutterstock.com

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