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11.05.2011 15:17

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Fondsgesellschaft Rothschild & Cie Gestion setzt auf europäische Aktien

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    FRANKFURT (dpa-AFX) - Die französische Fondsgesellschaft Rothschild & Cie Gestion setzt auf börsennotierte Unternehmen aus Europa. Die europäischen Konzerne seien wettbewerbsfähiger als ihre Konkurrenten aus den Schwellenländern und letztere zudem deutlich höher bewertet, sagte Fondsmanager Philippe Chaumel in einem Gespräch mit der Wirtschaftsnachrichtenagentur dpa-AFX in Frankfurt. Die Kurse der Unternehmen aus den Schwellenländern preisten eine Fortsetzung des immensen Wachstums der Vergangenheit ein, was ihm aber sehr optimistisch erscheine. "Die Anleger sollten nicht Volumen-, sondern Gewinnwachstum kaufen."          Ein großes Problem für die Aktienmärkte in China, Indien und Brasilien sieht Chaumel in der hohen Inflation, die nicht nur über steigende Rohstoffpreise, sondern auch über die anziehenden Arbeitskosten als Hemmschuh wirke. "Zudem sind die Schwellenländer sehr abhängig vom Zufluss ausländischen Kapitals, was - wie in Thailand 1997 - auch schiefgehen kann." Der Anlagespezialist sieht erheblich mehr Potenzial an den europäischen Börsen bei gleichzeitig geringeren Risiken, weshalb er hier stark übergewichtet ist. Die hiesigen Unternehmen überzeugten in der laufenden Quartalsberichtssaison mit zumeist soliden Ergebnissen, nachdem bereits das vergangene Jahr außerordentlich gut verlaufen sei.          Zentraler Punkt in Chaumels Anlagecredo ist die Auswahl von Aktien, die am Anfang einer Erholungsbewegung stehen und deshalb viel Aufwärtspotenzial bei einem gleichzeitig überschaubaren Abwärtsrisiko haben. Zu seinen Favoriten gehören Unternehmen aus der Telekommunikationsbranche. Deren Aktien hätten sich 2010 schwach entwickelt, was sich im laufenden und kommenden Jahr auch dank Aktienrückkäufen ändern könnte. Für Pharmatitel ist er ebenfalls positiv gestimmt. Die Übergewichtung des Bankensektors begründet Chaumel mit den seiner Meinung nach zu pessimistisch eingeschätzten Problemen der Branche. Die Markterwartungen seien sehr niedrig und jüngst habe die französische BNP Paribas starke Zahlen vorgelegt. Generell sei das geringe Engagement in den schuldengeplagten europäischen Peripherieländern ein Kaufargument für französische und italienische Bankenwerte.          Die immer noch günstigen Bewertungen sprächen für den Baustoffkonzern HeidelbergCement, die Deutsche Post, die Fluggesellschaft Air France-KLM und die Unternehmensberatung Capgemini (Cap Gemini), so der Fondsmanager weiter. Deutlich weniger Luft nach oben hätten indes die Aktien stark exportorientierter Unternehmen, die bereits im vergangenen Jahr sehr gut gelaufen seien. Dazu zählten der Autobauer BMW, der Chemiekonzern BASF, der Handelskonzern Metro (METRO) und der Elektrokonzern Siemens ebenso wie der französische Luxusgüterkonzern LVMH (PMC-Sierra) und die zumeist in London gelisteten Bergbauunternehmen./gl/jsl/tw

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