EMFIS.COM - Taipeh 21.11.2011 (www.emfis.de) Foxconn, der taiwanische Auftragshersteller für Elektronikgeräte, will bei der Produktion künftig verstärkt auf Roboter setzen. Stellenstreichungen seien jedoch nicht geplant – zumindest für 2012.
Einer Meldung der staatlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua zufolge, hat Foxconn-Chef Terry Guo bestätigt, dass Entlassungen im nächsten Jahr vorerst nicht zu befürchten sind, obwohl das Unternehmen damit beginnen wird, Roboter einzusetzen.
Foxconns Pläne sind überaus ambitioniert: Insgesamt wird der Konzern im nächsten Jahr 300.000 Roboter herstellen, das sind etwa 1.000 Roboter pro Tag. Die Maschinen sollen in der Produktion zum Einsatz kommen und vor allem gefährliche Jobs und Routinearbeiten übernehmen. Foxconn hofft, auf diesem Weg die Produktivität deutlich steigern zu können. Obwohl die Entwicklung der Weltwirtschaft derzeit äußerst ungewiss ist und der steigende Kostendruck das Auftragsfertigungs-Geschäft belastet, will Guo keine Angestellten entlassen.
Lohnkosten belasten die Bilanz
Foxconn war letztes Jahr nach Suizidfällen in der Belegschaft ins Fokus des öffentlichen Interesses gerückt. Als Resultat wurden die Arbeitsbedingungen verbessert und die Löhne angehoben. Kurz darauf kündigte der Konzern an, die Produktion zunehmend in Chinas Landesinneren anzusiedeln, um Lohnkosten zu sparen. Derzeit beschäftigt Foxconn in China 1,2 Millionen Arbeitnehmer. Innerhalb von drei Jahren sollen eine Million Roboter in der Produktion zum Einsatz kommen, um die steigenden Lohnkosten zu senken.
Lesen Sie zu diesem Thema auch den Beitrag "Foxconn – Quartalsumsatz legt zu" auf www.emfis.de .
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