Frankfurt: Gewinnmitnahmen -- BoA: Milliardengewinn -- Oracle übernimmt Sun -- Arcandor-Krise: Schrumpfkur verordnet - Hilfen aus Deutschlandfonds -- Will GM Opel verschenken?
Heute anstehende Termine:
- USA: Chicago Fed National Activity Index März
- Bank of America: Quartalszahlen
- Boston Scientific: Quartalszahlen
- Eli Lilly: Quartalszahlen
- Halliburton: Quartalszahlen
- IBM: Quartalszahlen
- Kühne & Nagel: Quartalszahlen
- Rohm & Haas : Quartalszahlen
: Quartalszahlen
- Henkel: Hauptversammlung
Frankfurt: Gewinnmitnahmen belasten
Die deutschen Anleger nahmen im Montagshandel Gewinne mit - die Börsen gaben nach. Das Hauptaugenmerk auf deutscher Seite richtete sich auf Arcandor. Der Konzern hat unter der Krise massiv zu leiden und stellt nun seine Premium-Kaufhäuser zur Disposition. Das vom Konzernchef verordnete Sanierungsprogramm beinhaltet weitere Kredite über 900 Millionen Euro. Die Aktie rutschte ab. Die Bilanzsaison nimmt in dieser Woche deutlich Fahrt auf - besonders aus den USA kommen diesbezüglich Impulse. Am Mittag legte die Bank of America ihre Quartalszahlen vor. Trotz eines Milliardengewinns konnten die Anleger jedoch nicht zum Einstieg in die Märkte animiert werden. Nachbörslich folgt der Technologieriese IBM.
Der DAX gab am Montag deutlich nach - Anleger nahmen Gewinne mit. Die Verluste wurden am Nachmittag größer - zeitweise rutschte der Leitindex unter die 4.500-er Marke. Als Bremsklotz erwies sich unter anderem die Aktie der Deutschen Post, nachdem der Konzern seine Gespräche über eine US-Kooperation mit dem Konkurrenten UPS abgebrochen hat. Mit dem Dax ging es bis Handelsschluss mit einem Minus von 4,1 Prozent auf 4.486 Punkte unter die 4.500er-Marke.
Der TecDAX konnte seine anfänglichen Gewinne nicht verteidigen und musste ebenfalls massive Kurseinbußen hinnehmen. Der Technologiewerteindex verlor letztlich 3,9 Prozent auf 549 Punkte.
17:09 Uhr: Euro deutlich im Rückwärtsgang
Die Europäische Gemeinschaftswährung Euro hat die 1,30-Dollar-Marke unterschritten. Die Schwäche der Währung begründen Experten mit einer Stärke des Greenback, der angesichts wieder aufkeimender Wirtschaftssorgen zulegen kann. Zudem zeigen sich Anleger an den Devisenmärkten bezüglich der zukünftigen Zinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) verunsichert.
16:09 Uhr:
US-Frühindikatoren verschlechtern sich
Die US-Frühindikatoren sind im März 2009 gesunken. Dies teilte das private Wirtschaftsforschungsinstitut Conference Board am Montag mit. Auf Monatssicht verschlechterte sich die wirtschaftliche Aktivität um 0,3 Prozent, während Volkswirte ein Plus von 0,2 Punkten prognostiziert hatten.
15:37 Uhr: Versatel mit neuem Chef
Der Telekommunikationskonzern Versatel bekommt einen neuen Chef. Alain Bandle, bisher Manager bei Dell, wird Vorstandsvorsitzender des Unternehmens und tritt damit die Nachfolge von Peer Knauer an, dessen Vertrag mit sofortiger Wirkung aufgelöst wurde. Der Konzern erhofft sich positive Effekte durch die internationale Erfahrung, die Bandle mitbringt.
15:36 Uhr: Chicago Fed National Activity Index verschlechtert sich
Die Federal Reserve Bank of Chicago ermittelte für März 2009 einen Rückgang beim National Activity Index. Demnach hat sich der Chicago Fed National Activity Index (CFNAI) auf -2,96 Zähler verschlechtert, nach revidiert -2,82 (vorläufig: -2,83) Zählern im Vormonat.
15:35 Uhr: US-Anleger sichern Gewinne
Auch an der Wall Street nehmen die Anleger nach der positiven Entwicklung der letzten Wochen am Montag Gewinne mit - die Börsen steigen mit Abschlägen in den Handel ein. Die Bank of America steht nach Zahlen im Fokus. Das Institut konnte sich der Konkurrenz anschließen und die Erwartungen schlagen - im ersten Quartal wurde ein milliardenschwerer Gewinn eingefahren. Anders als in der vergangenen Woche sorgen positive Bankennachrichten am Montag aber kaum für positive Impulse. Darüber hinaus sorgt eine Milliardenübernahme für Bewegung: Der Softwarekonzern Oracle schnappt sich den Serverkonzern Sun Microsystems für 7,4 Milliarden Dollar und sticht damit IBM aus. Ein Gewinn- und Umsatzplus bei Eli Lilly kommte an den Parketts gut an.
Der Dow Jones verliert zum Handelsstart am Montag mehr als ein Prozent Prozent. Auch an der Technologiebörse Nasdaq Composite dürften die Bären das Ruder in die Hand nehmen.
15:30 Uhr: Dow Jones startet im Minus
Der US-Leitindex Dow Jones steigt mit einem Minus von 1,5 einem Prozent in die neue Handelswoche ein.
14:47 Uhr Oracle schlägt bei Sun zu
Der Softwareriese Oracle plant einen milliardenschweren Zukauf. Ziel ist der Serverkonzern Sun Microsystems, für den bis zu 7,4 Milliarden Dollar auf den Tisch gelegt werden sollen. Man habe sich auf einen Übernahmepreis von 9,50 Dollar je Aktie geeinigt - das entspricht einem Aufschlag von 42 Prozent auf den Schlusskurs vom Freitag. Erst kürzlich war die Sun-Übernahme durch IBM gescheitert.



