Frankfurt: Schwacher Ausklang -- Schweinegrippe-Sorgen belasten -- Deutsche Bank: Milliardengewinn -- Daimler spart nach tiefroten Zahlen und Chrysler-Trennung -- Magna: Mehrheitsübernahme von Opel?
Heute anstehende Termine:
- US: Federal Reserve Bank Ratssitzung
- Japan: Einzelhandelsumsatz März
- USA: Verbrauchervertrauen April
- BB Biotech: Quartalszahlen
- BB Medtech: Quartalszahlen
- BP: Quartalszahlen
- Bristol-Myers Squibb: Quartalszahlen
- Bucher Industries: Quartalszahlen
- Coca-Cola Enterprises: Quartalszahlen
- Daimler: Quartalszahlen
- Deutsche Bank: Quartalszahlen
- Dialog Semiconductor: Quartalszahlen
- Micronas Semiconductor: Quartalszahlen
- Morphosys: Quartalszahlen
- Office Depot: Quartalszahlen
- Pfizer: Quartalszahlen
- SGL Carbon: Quartalszahlen
- Sun Microsystems: Quartalszahlen
Deutsche Börsen schließen schwach
Die deutschen Anleger zeigten sich am Dienstag verunsichert und schickten die deutschen Börsen ins Minus. Zwar konnten die Indizes dank positiver US-Konjunkturmeldungen - das US-Verbrauchervertrauen hat sich verbessert - am Nachmittag ihre Verluste ein wenig eindämmen, dennoch standen zum Handelsende deutlich rote Vorzeichen an den Kurstafeln. Die Sorgen um eine Grippe-Pandemie und die damit verbundenen Auswirkungen auf die globale Wirtschaft drückten auch in Frankfurt aufs Gemüt. Die Bilanzsaison ging unterdessen unvermindert weiter: Die Deutsche Bank hat im ersten Quartal mit einem Milliardengewinn die Rückkehr in die schwarzen Zahlen geschafft, zudem bleibt Konzernchef Ackermann überraschend drei Jahre länger an der Spitze des Instituts. Das überzeugte die Marktteilnehmer aber nicht - die Aktie gab deutlich nach. Der Autobauer Daimler hat unterdessen eine tiefrote Bilanz vorgelegt und verordnet seinen Mitarbeitern ein schmerzhaftes Sparpaket, das ihre Jobs sichern, ihre Löhne aber senken soll. Der Anteilsschein befand sich ebenfalls auf der Verliererstraße, auch die endgültige Trennung von der ungeliebten Rest-Beteiligung an dem angeschlagenen US-Konzern Chrysler konnte den Abwärtstrend nicht stoppen.
Der DAX baute seine Verluste im Handelsverlauf kontinuierlich weiter aus. Die zwischenzeitlich verloren geglaubte Marke von 4.600 Punkten konnte der Leitindex zurückerobern, dennoch stand am Ende ein Minus von 1,8 Prozent auf 4.607 Punkte an den Kurstafeln.
Der TecDAX gab ebenfalls nach, konnte seine Tagestiefs aber hinter sich lassen. Im Techwerteindex sorgten IDS Scheer und Morphosys nach einem Gewinnplus im Auftaktquartal für Bewegung. Sie konnten als zwei der wenigen Gewinner dem Börsenbarometer aber nicht auf die Beine helfen. Am Ende belief sich der Abschlag auf 2,1 Prozent, der Index ging bei 549 Zählern aus dem Handel.
17:18 Uhr: US-Daten helfen Euro auf die Beine
Dank positiv ausgefallener Daten von US-Konjunkturseite konnte die Europäische Gemeinschaftswährung Euro am Dienstag die Marke von 1,30 Dollar wieder überspringen und Boden gutmachen. Das US-Verbrauchervertrauen hatte sich zuvor verbessert und Hoffnungen auf eine Konjunkturerholung geschürt.
16:34 Uhr: Senkt Bund Konjunkturprognose deutlich?
Presseangaben zufolge wird die Bundesregierung ihre Prognose für die deutsche Wirtschaftsentwicklung im Jahr 2009 massiv nach unten anpassen. Das "Handelsblatt" berichtet am Dienstag, dass das Kanzleramt und die Fachressorts von einem Einbruch der deutschen Wirtschaftsleistung um sechs Prozent ausgehen. Noch zu Beginn vergangener Woche stand ein Wirtschaftseinbruch um fünf Prozent im Raum. Dem Blatt zufolge soll die Prognosesenkung am morgigen Mittwoch bekannt gegeben werden.
16:32 Uhr: Nippon Steel brechen die Gewinne weg
Der japanische Stahlkonzern Nippon Steel hat infolge der Wirtschaftskrise deutlich weniger verdient. Im abgelaufenen Geschäftsjahr brach der Gewinn um 56,3 Prozent auf 155,1 Milliarden Japanische Yen ein. Dabei hatten auch hohe Rohstoffpreise die Bilanz belastet, hieß es am Dienstag. Der Umsatz sank nur leicht um 1,2 Prozent auf 4,77 Billionen Yen. Dennoch begeben sich Stahlaktien in Folge der schwachen Zahlen auf Talfahrt.
16:31 Uhr: Wall Street dreht ins Plus
Die US-Börsen können ihre frühen Verluste ausgleichen und springen aktuell in die Gewinnzone.
16:18 Uhr: Magna: Mehrheitsübernahme von Opel?
Der österreichisch-kanadische Autozulieferer Magna plant möglicherweise eine Mehrheitsbeteiligung am deutschen Autobauer Opel. Medienberichten zufolge will das Unternehmen selbst 19,1 Prozent an den Deutschen übernehmen, Tochterfirmen sollten dann weitere Anteile kaufen, so die "Frankfurter Rundschau". Das Blatt beruft sich dabei auf den rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck. Schlussendlich würde so eine Beteiligung von 50 Prozent erreicht werden, hieß es weiter.
16:15 Uhr: US-Verbrauchervertrauen zieht deutlich an
Das US-Verbrauchervertrauen in die Wirtschaftsentwicklung hat sich im April 2008 überraschend verbessert. Dies teilte das Wirtschaftsforschungsinstitut Conference Board am Dienstag mit. So wuchs der Gesamtindex auf 39,2 Punkte, wogegen Volkswirte einen Stand von 29,7 Punkten erwartet hatten.



