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27.02.2009 07:45

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Frankfurt: Tiefroter Monatsausklang -- Wall Street: Schwach ins Wochenende -- Telekom überrascht positiv -- Staat stockt nach Milliardenbelastungen bei Citi auf -- Opel-Rettungsplan: Abkopplung von GM


Neue Milliardenlöcher und eine Teilverstaatlichung der Citigroup sorgten für Abschläge. DAX & Co. gaben deutlich nach, auch die Wall Street beschloss den Börsenmonat schwach. Die Telekom überzeugte mit Bilanz und Umbauplänen. Opel will sich von GM abkoppeln und als selbständige Einheit agieren


Heute anstehende Termine:
- Japan: Verbraucherpreise Januar
- Japan: Arbeitsmarktdaten Januar
- EU: Arbeitslosigkeit Januar
- EU: Inflation Januar
- USA: Einkaufsmanagerindex Chicago Februar
- USA: Verbraucherstimmung Uni Michigan Februar
- Deutsche Telekom: Jahresabschluss
- Erste Bank: Quartalszahlen
- Fuchs Petrolub: Quartalszahlen
- Woolworths: Quartalszahlen

Frankfurt: Tiefroter Monatsausklang
Auch am letzten Handelstag im Monat Februar setzte an den deutschen Parketts ein erneuter Kursrutsch ein. Im Fokus stand die Deutsche Telekom. Der Konzern konnte mit seinem Jahresabschluss positiv überraschen und hatte am Vorabend umfangreiche Umstrukturierungen angekündigt. Die Aktie gehörte zu den wenigen Gewinnern an den deutschen Parketts. Als am Nachmittag bekannt wurde, dass die Citigroup teilverstaatlicht wird und ihre Bilanzen aufgrund neuerlicher Milliardenbelastungen korrigieren muss, verstärkte sich der Druck an den Parketts. Im späten Handel wurden die Verluste zwar ein wenig kleiner und die Tagestiefs hielten nicht, dennoch standen schlussendlich tiefrote Vorzeichen an den Kurstafeln.

Der DAX stieg mit einem Abschlag von mehr als einem Prozent in den Handel ein und rutschte damit wieder unter 3.900 Punkte. Der Leitindex baute seine Verluste im Verlauf deutlicher aus, zwischenzeitlich wurde die 3.800-er Marke ebenfalls nach unten durchbrochen. Im späten Handel schrumpften die Verluste ein wenig, die Standardwerte gaben mit Ertönen der Schlussglocke um 2,5 Prozent auf 3.844 Punkte nach. Die Deutsche Telekom-Aktie allein konnte den Gesamtmarkt nicht drehen, verhinderte aber ein deutlicheres Abrutschen.

Auch Techwerteanleger trennten sich wieder von ihren Investments, der TecDAX gab nach. Zwar wurde der freie Fall im späten Handel gebremst, dennoch ging das Börsenbarometer mit Ertönen der Schlussglocke 1,3 Prozent schwächer bei 444 Punkten ins Wochenende.

22:30 Uhr: Wall Street rutscht ins Wochenende
Die Talfahrt an den US-Börsen setzte sich auch am Freitag weiter fort. Nach einem volatilen Handelstag rutschte die Wall Street mit roten Vorzeichen ins Wochenende. Unter massiven Druck geriet die Aktie der Citigroup, nachdem bekannt wurde, dass sich bei dem Finanzhaus neue Milliardenlöcher aufgetan haben und die Regierung das Unternehmen nun teilverstaatlicht. Auch Anteilsscheine des verstaatlichten US-Hypothekenfinanzierer Fannie Mae knickten deutlich ein, nachdem das Unternehmen einen milliardenschweren Verlust vermeldete. Zusätzlicher Gegenwind kam von Konjunkturseite: Das US-BIP ist deutlicher gesunken, als erwartet. Darüber hinaus hat sich die Stimmung der US-Verbraucher laut der Universität Michigan im Februar verschlechtert. So lag der Gesamtindex des Verbrauchervertrauens bei 56,3 Punkten (vorläufig:56,2 Punkten). Überraschend positiv entwickelte sich hingegen der von der Vereinigung der Chicagoer Einkaufsmanager ermittelte Konjunktur-Index. So erhöhte sich der Einkaufsmanager-Index auf 34,2 Punkte, nach 33,3 Punkten im Vormonat. Volkswirte hatten einen Wert von 33,0 Punkten erwartet.

Der Dow Jones stieg mit einem Verlust von 1,5 Prozent in den Handel ein, legte im weiteren Verlauf aber eine Berg- und Talfahrt aufs Parkett. Schlussendlich gab der Leitindex 1,66 Prozent auf 7.062,93 Punkte nach.

Auch der Technologiewerteindex Nasdaq Composite hatte mit starken Schwankungen zu kämpfen und rutschte mit Ertönen der Schlussglocke um 0,98 Prozent auf 1.377,84 Zähler ab.

17:03 Uhr: Telecom Italia: Ziele bleiben trotz schwacher Zahlen
Der Telekommunikationskonzern Telecom Italia hat 2008 auf Umsatz- und Ergebnisseite einen Rückgang vermelden müssen. Die Erlöse gaben um 2,8 Prozent auf 30,2 Milliarden Euro nach, während der operative Gewinn mit 11,4 Milliarden Euro 2,6 Prozent unter dem Vorjahreswert lag. Netto blieben 2,2 Milliarden Euro übrig. Trotzdem hält das Unternehmen an seinen Zielen fest und will die Werte des abgelaufenen Jahres auch 2009 wieder erreichen.

16:21 Uhr: Chicago Einkaufsmanagerindex steigt an
Die Vereinigung der Chicagoer Einkaufsmanager ermittelte für Februar 2009 einen Anstieg ihres saisonbereinigten Konjunktur-Index. So erhöhte sich der Einkaufsmanager-Index auf 34,2 Punkte, nach 33,3 Punkten im Vormonat. Volkswirte hatten einen Wert von 33,0 Punkten erwartet.

16:16 Uhr: US-Verbrauchervertrauen trübt ein
Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im Februar verschlechtert. Dies ist das Ergebnis der endgültigen Untersuchung der Universität Michigan. So lag der Gesamtindex des Verbrauchervertrauens bei 56,3 Punkten (vorläufig: 56,2 Punkten). Volkswirte waren hingegen von einem Wert von 56,0 Punkten ausgegangen, nach 61,2 Punkten im Vormonat Januar.

15:50 Uhr: Opel will sich von GM abkoppeln
Der deutsche Autobauer Opel hat nach der heutigen Aufsichtsratssitzung Details zum geplanten Rettungsplan für den Konzern bekannt gegeben. Demnach will sich das Unternehmen von der angeschlagenen Konzernmutter General Motors weitgehend abkoppeln und als rechtlich eigenständige Einheit agieren. Alle europäischen Aktivitäten sollen unter Opel gebündelt werden. Werksschließungen will das Unternehmen dabei weitgehend vermeiden. Ihren Kapitalbedarf bezifferte die Gesellschaft auf 3,3 Milliarden Euro. Das Konzept soll der Bundesregierung am Montag vorgelegt werden. Diese hatte einen tragfähigen Rettungsplan zur Voraussetzung für mögliche Staatshilfen gemacht.

15:35 Uhr: Wall Street erneut auf Talfahrt
Die US-Börsen knüpfen zum Handelsstart am Freitag an ihre schwache Vortagesentwicklung an und steigen mit erneuten Verlusten in den Handel ein. Im Fokus steht eine Hiobsbotschaft von der Citigroup. Bei dem Finanzhaus haben sich weitere Milliardenlöcher aufgetan. Die Regierung baut ihren Anteil bei dem Finanzhaus daraufhin weiter aus. Auch von Konjunkturseite kam Gegenwind: Die US-Wirtschaft ist im vierten Quartal deutlicher eingebrochen, als gedacht. Gegenüber dem Vorquartal schrumpfte das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) demnach um 6,2 Prozent, während vorläufig nur ein Minus von 3,8 Prozent ausgewiesen worden war. Das ist die schlechteste Entwicklung seit 1982.

Der Dow Jones steigt mit einem Verlust von 1,5 Prozent in den Handel ein.

Auch der Technologiewerteindex Nasdaq Composite dürfte schwächer starten.

15:30 Uhr: Dow Jones gibt nach
Der US-Leitindex Dow Jones steigt mit einem Verlust von 1,5 Prozent in den Handel ein.

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