04.12.2012 09:30
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DAX, MDAX und SDAX: Stühlerücken in den Indizes

Praktiker: Potenzieller Absteiger
Frankfurt intern
Börsenneuling Talanx, dessen Aktie seit Anfang Oktober im Prime Standard gelistet ist, will neue institutionelle Anleger ansprechen und strebt auch deshalb zügig eine Indexnotierung an.
€uro am Sonntag

von Lars Winter, Euro am Sonntag

Mit einem Marktwert von rund fünf Milliarden Euro gilt der Versicherer ohnehin als sicherer MDAX-Kandidat. Die Frage ist nur: Steigt Talanx direkt in Deutschlands zweite Börsenliga auf, oder macht die Aktie einen Umweg über den SDAX? Am 5. Dezember entscheidet die Deutsche Börse darüber. Der mit rund elf Prozent sehr geringe Streubesitz von Talanx spricht nach Einschätzung von Fachleuten momentan eher für einen Zwischenstopp im SDAX.

Silke Schlünsen, Indexexpertin bei der Close Brothers Seydler Bank, hat errechnet, dass Talanx beim Börsenumsatz aktuell Platz 35 belegt und damit zwar ein Kriterium der Fast-Entry-Regel 40/40 erfüllt. Mit Platz 49 beim streubesitzgewichteten Börsenwert sei ihrer Meinung nach eine direkte Aufnahme in den MDAX aber unwahrscheinlich. Ausnahme: Noch-MDAX-Mitglied Douglas würde nach der laufenden Übernahme durch den US-Investor Advent auf einen Streubesitz von unter zehn Prozent sinken. „Dann könnte der Austausch von Douglas gegen Talanx gesetzt sein“, sagt Schlünsen. Das Übernahmeangebot für Douglas läuft zunächst bis zum 4. Dezember und könnte vom Arbeitskreis Aktienindizes beim aktuellen Indexentscheid noch berücksichtigt werden. Hoffen darauf sollte vor allem die Baumarktkette Praktiker. Der SDAX-Titel sei laut Schlünsen ansonsten akut abstiegsgefährdet. Praktiker notiere aktuell zwar beim Handelsumsatz auf einem sicheren Rang 54. Mit Platz 107 beim streubesitzgewichteten Marktwert, der bei einem Indexentscheid in der Regel mehr beachtet werde, stehe aber der Heimwerkerspezialist stärker auf der Kippe als etwa Constantin Medien oder MVV Energie. Für Praktiker wäre ein Rauswurf aus dem SDAX doppelt bitter. Erstens könnten Praktiker wegen des drohenden Abstiegs noch Investoren von der laufenden Kapitalerhöhung abspringen, weil sie etwa nur in Indexwerte investieren dürfen. Zweitens wäre die rettende Kapitalerhöhung, die den streubesitzgewichteten Börsenwert bei einer Vollplatzierung wohl deutlich erhöhen würde, nur um ein paar Tage zu spät gekommen.

Bildquellen: Praktiker
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